Kooperation : AfD sieht sich eingeladen

CDU weist Interpretation zurück

svz.de von
10. April 2015, 16:00 Uhr

Die brandenburgische CDU und die AfD streiten um den Umgang miteinander. Ingo Senftleben, Fraktionschef im Landtag und Kandidat für den Landesvorsitz, hatte in dieser Woche in einem Interview erklärt, dass es unter seiner Führung keine Annäherung seiner Partei an die AfD geben werde. AfD-Fraktionschef Alexander Gauland widersprach am Freitag in einer Pressemitteilung dieser Aussage und erklärte: „Uns liegt ein konkretes Kooperationsangebot der CDU vor.“ Er verwies auf ein Schreiben der Abgeordneten Roswitha Schier an Gauland vom 4. März dieses Jahres, zum Thema Asylpolitik. Darin heißt es: „Falls es Ihrerseits weitergehende Anregungen und Vorschläge gibt, können Sie sich gern mit mir in Verbindung setzten.“ Schier zeigte sich am Freitag entsetzt von der Interpretation Gaulands und erklärte, dass sie die AfD nie zu einer Zusammenarbeit aufgefordert habe. Der entsprechende Brief sei im Anschluss an den zweiten Asylgipfel der Landesregierung als Anschreiben gleichlautend an die mehr als 50 Teilnehmer des Treffens gegangen, um ein Positionspapier der CDU zu übersenden. Auch der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion, Jan Redmann, wies die Interpretation eines Kooperationsangebotes an die AfD zurück. Seine Fraktion werde auch weiterhin für ihre Ansichten werben und diese auch an die politische Konkurrenz verschicken – selbst an Herrn Gauland, sagte der CDU-Politiker.

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