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Zu spät entfernte OP-Materialien oder Diagnose-Irrtümer:  : 666 Ärzte-Fehler entdeckt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

as geht aus Daten des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) hervor

In 666 Fällen haben Experten im Jahr 2014 Behandlungsfehler von Ärzten in Berlin und Brandenburg festgestellt. Das geht aus Daten des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) hervor, die gestern vorgestellt wurden. Insgesamt hat der MDK im vergangenen Jahr wegen Patienten-Vorwürfen 1759 Gutachten erstellt – etwa 120 mehr als im Jahr zuvor.

Der Verdacht auf einen Behandlungsfehler bestätigte sich in knapp 38 Prozent der Fälle. In rund 31 Prozent davon wiesen die Gutachter zudem einen direkten Zusammenhang zwischen der Behandlung und körperlichen Problemen nach.

Vor allem nach Operationen bemerkten Betroffene Fehler. Dies geschehe naturgemäß schnell, sagte MDK-Geschäftsführer Axel Meeßen in Berlin. Betroffen waren insbesondere die Fachgebiete Orthopädie und Unfallchirurgie (537 Vorwürfe), Chirurgie (432) und Innere Medizin (197). Bei einer 70-jährigen Patientin etwa sollte eine Drainage nach einer Gallen-OP maximal drei Monate im Körper bleiben. Zwei Jahre später fiel einem Orthopäden während einer Wirbelsäulen-Untersuchung ein Fremdkörper im Bauchraum auf. In einer Klinik wurde sie daraufhin operiert, ohne dass die Ärzte Befunde der Gallen-Behandlung anforderten. Es kam zu einer Komplikationen und die Patientin musste erneut unters Messer. Wie in diesem Fall hapert es laut MDK-Analyse oft bei der Kommunikation zwischen Hausärzten und Medizinern an Kliniken.

Auch bundesweit stieg die Zahl der MDK-Gutachten wegen eines Verdachts auf Fehler um rund 80 auf 14 663 an. In 155 Fällen starben die Patienten an den Folgen eines Fehlers oder zusammenhängenden Komplikationen. 1294 Patienten erlitten einen Dauerschaden.

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