Ferienanfang : 268 000 Schulranzen fliegen in die Ecke

Kinder haben heute  ihren vorerst letzten Schultag.
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Kinder haben heute ihren vorerst letzten Schultag.

In Brandenburg gibt’s Zeugnisse. Damit beginnt auch die große Reisewelle.

svz.de von
09. Juli 2014, 00:01 Uhr

Schulranzen in die Ecke und ab in die Ferien: Für rund 268 000 brandenburgische Schüler geht heute das Schuljahr zu Ende. Sie erhalten an den insgesamt 918 öffentlichen und freien Schulen ihre Zeugnisse. Morgen beginnen die Sommerferien. Es wird in den ersten Tagen mit einer großen Reisewelle gerechnet. Vor allem Richtung Nord- und Ostsee könnte es voll auf den Straßen werden.

Schülern, die Angst vor einem schlechten Zeugnis haben, legt das Bildungsministerium ans Herz, sich an einen Lehrer zu wenden oder das Kinder- und Jugendtelefon des Vereins „Nummer gegen Kummer“ anzurufen (0800 111 0 333). Ministerin Martina Münch (SPD) appellierte an die Eltern: „Lassen Sie Ihre Kinder mit ihren Sorgen nicht allein.“

Zum Ferienstart erwartet der Automobilclub ADAC Staus auf den Autobahnen. Mit deutlich mehr Verkehr wird schon heute gerechnet, weil in Berlin die Schüler einen Tag früher in die Ferien starten als in Brandenburg.


Entweder sehr früh oder sehr spät losfahren


Auch zum Wochenende könnte es sehr voll werden, vor allem auf den Strecken in Richtung Nord- und Ostsee, hieß es. Der ADAC Berlin-Brandenburg rät Reisenden, entweder früh morgens oder nach 19 Uhr loszufahren.

Das nächste Schuljahr 2014/15 beginnt am 25. August. Dann starten laut Bildungsministerium auch 400 neue Lehrer. Die Zahl der Pädagogen wird von derzeit 20 681 Lehrern an öffentlichen und freien Schulen aufgestockt, weil die Pflichtstunden der Lehrer reduziert werden. Das hatte die rot-rote Landesregierung beschlossen. Grundschullehrer müssen dann nur noch 27 statt bislang 28 Pflichtstunden in der Woche geben, ihre Kollegen an den Oberschulen 25 statt 26.

Zudem gehen 600 Pädagogen in den Ruhestand – damit gibt es 1000 neue Lehrer. Mehr als 80 Prozent der Stellen seien schon besetzt, hieß es. „Gesucht werden noch Grundschullehrer“, sagte der Sprecher des Bildungsministeriums, Stephan Breiding.

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