zur Navigation springen

Streik erreicht die Mark: : 1000 Kita-Erzieher gehen auf die Straße

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Zum Auftakt der Kita-Streiks in Brandenburg haben knapp tausend Erzieherinnen in Potsdam für eine bessere Bezahlung demonstriert

svz.de von
erstellt am 12.Mai.2015 | 08:00 Uhr

Zum Auftakt der Kita-Streiks in Brandenburg haben knapp tausend Erzieherinnen in Potsdam für eine bessere Bezahlung demonstriert. „Unsere Arbeit ist immens gewachsen und muss mehr anerkannt werden“, sagte eine Erzieherin aus der Kita „Rhinstrolche“ in Kremmen. Daher müssten auch die Betreuungsgruppen kleiner werden, meinte ihre Kollegin Christin Pein aus Oranienburg. „In Bremen kommen in Krippen drei Kinder auf eine Erzieherin, hier sind es sechs. Sind unsere Kinder weniger wert?“ Die Beschäftigten von Kitas in fünf Landkreisen und in Frankfurt (Oder) haben sich gestern dem bundesweiten Kita-Streik angeschlossen.

Nach einer ersten Einschätzung der Gewerkschaft Verdi beteiligen sich etwa die Hälfte der rund 900 kommunalen Kitas in Brandenburg an dem Streik. Geschlossen sind Einrichtungen in den Landkreisen Potsdam-Mittelmark, Havelland, Uckermark, Barnim, Dahme-Spreewald sowie in Frankfurt (Oder) und Neuruppin - sowie in Berlin sieben Kitas des Studentenwerks. „Am Dienstag kommt noch Eisenhüttenstadt dazu“, sagte Verdi-Fachbereichsleiter Erich Mendroch. Nach Angaben von Mendroch beteiligen sich die Mitarbeiter in einigen Kitas nur für einen Tag, in den meisten Einrichtungen wollten die Beschäftigten aber zunächst morgen durchgehend im Ausstand bleiben. Er hatte bereits erklärt, die Streiks könnten auch bis nach Pfingsten dauern, wenn es kein ausreichendes neues Angebot der Arbeitgeber gebe.

Die Gewerkschaften fordern eine deutlich höhere Eingruppierung der bundesweit 240 000 Erzieherinnen und Sozialarbeiter in den kommunalen Kitas. Dies würde nach Angaben von Mendroch im Durchschnitt zu einer Gehaltserhöhung von zehn Prozent führen. Die kommunalen Arbeitgeber halten dies für nicht bezahlbar.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen