Spreewaldgurken : Noch keine Gurkenzeit

Bis die diesjährigen Spreewaldgurken auf dem Teller sind, vergeht noch Zeit.
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Bis die diesjährigen Spreewaldgurken auf dem Teller sind, vergeht noch Zeit.

Ernte verzögert sich durch Frostnächte im Frühjahr

svz.de von
30. Mai 2017, 12:00 Uhr

Das berühmteste Produkt des Spreewaldes lässt auf sich warten: Die Ernte der Spreewaldgurken verzögert sich. Voraussichtlich in der zweiten Junihälfte wird die Saison starten, wie der Spreewaldverein, in dem die Anbauer organisiert sind, auf Anfrage in Lübben (Dahme-Spreewald) mitteilte. Normalerweise geht es Mitte Juni los, zum Teil gab es auch schon Jahre, in denen bereits Anfang Juni geerntet wurde. Als Grund nannte der Verein Frostnächte im Frühjahr, die einen Teil der Pflanzen zerstört hätten. Es musste nachgepflanzt werden.

Heftig traf es zum Beispiel die Agrargenossenschaft Unterspreewald in Märkische Heide (Dahme-Spreewald). Rund 70 Prozent des Bestandes mussten nachgepflanzt werden, wie es von dem Betrieb hieß. Noch jetzt sei man damit beschäftigt.

Ob sich der spätere Erntestart auf den Ertrag der Gurken auswirken wird, sei nicht absehbar, hieß es vom Spreewaldverein. Allein ein verzögerter Start lasse noch keine Rückschlüsse zu. Es komme vor allem auf das Wetter im Verlauf der Erntezeit an.

2016 holten die Anbaubetriebe etwa 29 000 Tonnen Einlege- und Schälgurken von den Spreewälder Feldern mit einer Größe von rund 500 Hektar. Das war etwas weniger als 2015 (rund 31 000 Tonnen). Der Spreewald ist das zweitgrößte Anbaugebiet in Deutschland. In Bayern gibt es noch größere Felder.

Seit 1999 ist die Bezeichnung Spreewaldgurke von der EU geschützt. Das bedeutet, dass nur Gurken aus dieser Region so genannt werden dürfen.  

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