Potsdam : Nicht jede Badestelle absolut sicher besetzt

Ein Rettungsschwimmer testet hier gerade im Schwimmbad Kiebitzberge die Wassertemperatur des Sprungbecken.
Ein Rettungsschwimmer testet hier gerade im Schwimmbad Kiebitzberge die Wassertemperatur des Sprungbecken.

In Brandenburg fehlen auch noch in der laufenden Saison Rettungsschwimmer.

svz.de von
10. Juli 2019, 05:00 Uhr

In Brandenburg locken zahlreiche Badestellen an Seen und Flüssen – doch sie müssen auch bewacht werden: Auch in der laufenden Badesaison werden Rettungsschwimmer gesucht. „Die Situation ist gerade in der Urlaubssaison angespannt“, sagte der Referent für Einsatzdienste beim Deutschen Roten Kreuz, Lee Schumann. Derzeit stehen nach Angaben des Landesverbandes rund 1000 Rettungsschwimmer zur Verfügung. Es ist zu wenig, um jede Badestelle mit absoluter Sicherheit besetzen zu können“, sagte Schumann.

Personalmangel bei der DLRG

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) musste aufgrund Personalmangels eine Badestelle aufgeben. „Bad Saarow bekommen wir personell einfach nicht mehr besetzt“, berichtete Jens Serbser, technischer Leiter Einsatz. „Das ist traurig.“ Über 430 Rettungsschwimmer hat der Verband 2018 für die laufende Saison ausgebildet. 2016 waren es noch knapp 470. „Darunter sind auch immer noch Mitarbeiter von Polizei und Feuerwehr, die die Scheine für ihren Job brauchen“, sagte Serbser. Wie viele Rettungsschwimmer genau im Einsatz sind, darüber führe der Landesverband keine Statistik.

Mit E-Learning-Plattform junge Leute gewinnen

Um besonders junge Leute zu gewinnen, bietet die Wasserwacht beim Deutschen Roten Kreuz immer mehr Kurse online an. So müssten Teilnehmer beispielsweise anstatt zwei nur noch ein Wochenende zum Präsenzkurs. Den anderen können sie über eine E-Learning-Plattform von zu Hause aus belegen. „Die Kurse sind themengerecht aufbereitet. Es gibt Kontrollfragen und einen Abschlussfest sowie ein Zertifikat mit Prüfcode“, erklärte Schumann. Künftig sollen noch mehr Kurse digital werden. Auch die DLRG plant, vermehrt Kurse auch online anzubieten. Für Sanitäter und Helfer im Katastrophenschutz sind sie für das Jahr 2020 geplant. Für Rettungsschwimmer bislang nicht. „Das System, eine Stunde Theorie, eineinhalb Stunden Praxis, hat sich bewährt“, sagte Serbser.

Wer sich als Rettungsschwimmer bei DLRG oder Wasserwacht bewerben möchte, kann sich direkt an die Kreis- und Ortsvereine wenden.

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