Nettes Geschenk: Viele Märker können auf Geld vom Finanzamt hoffen

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24. Dezember 2010, 01:57 Uhr

Potsdam | Wegen der Neuregelung zum Absetzen von Arbeitszimmern sind rund 16 000 Steuerbescheide offen, teilte das Finanzministerium am gestrigen Donnerstag mit. "In den meisten Fällen wird sich das Finanzamt von sich aus melden", sagte ein Sprecher. Nur wer seit 2007 darauf verzichtet hatte, sein Arbeitszimmer in der Einkommenssteuererklärung geltend zu machen, sollte aktiv werden. In Brandenburg gibt es laut Ministerium rund 800 000 Steuerzahlen, etwa 540 000 von ihnen sind Arbeitnehmer und damit generell angesprochen. Nach dem Willen des Gesetzgebers sollte der heimische Arbeitsplatz seit 2007 nicht mehr absetzbar sein. Ein entsprechendes Gesetz kippte das Bundesverfassungsgericht jedoch im vergangenen Juli. Nun gilt eine neue Regelung: Wer regelmäßig zu Hause arbeitet, kann das Zimmer wieder bis zu 1250 Euro im Jahr steuerlich absetzen - sogar rückwirkend zum 1. Januar 2007. Betroffen sind alle, die einen Teil ihrer Arbeit von zu Hause aus erledigen müssen, weil sie keinen anderen Arbeitsplatz haben. Ein Paradebeispiel sind Lehrer: Sie unterrichten in der Schule, haben dort aber keinen Schreibtisch, um den Unterricht vorzubereiten. Ein anderes Beispiel wäre ein Handelsvertreter, der zwar angestellt ist, aber von seinem Arbeitgeber keinen festen Arbeitsplatz bekommt. Die Brandenburger Finanzämter hatten in der Vergangenheit die Steuererklärungen in diesem Punkt ab 2007 für vorläufig erklärt.

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