Potsdam : Neonazi Schneider bleibt vorerst in Untersuchungshaft

Der Nauener Neonazi Maik Schneider muss hinter Gittern bleiben.

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18. Dezember 2018, 08:10 Uhr

Wie ein Sprecher des Potsdamer Landgerichts gestern dem „Prignitzer“ mitteilte, habe die 5. Strafkammer die Haftbeschwerden Schneiders für unbegründet erachtet und sie dem Oberlandesgericht Berlin-Brandenburg zur Entscheidung vorgelegt. Schneider sitzt seit 2016 in Untersuchungshaft. Im Februar 2017 wurde er wegen schwerer Brandstiftung zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt, dieses Urteil wurde vom Bundesgerichtshof wegen Parteilichkeit eines Schöffen aufgehoben. Derzeit wird vor dem Landgericht wieder gegen Schneider verhandelt. Wie sein Anwalt, Sven-Oliver Milke, sagte, werden die Akten nun dem Oberlandesgericht vorgelegt. Sollte das die Haftprüfungsbeschwerde ebenfalls negativ entscheiden, werde er einen Eilantrag beim Bundesverfassungsgericht stellen. Milke hatte vor einigen Wochen im Fall eines anderen Mandanten, der wegen Mordes verurteilt worden war, eine Freilassung aus der Untersuchungshaft wegen überlanger Verfahrensdauer erwirkt.

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