Natur : Naturschützer: Land vernachlässigt seine Alleen

Alleen stehen in Brandenburg unter Schutz, doch immer mehr Alleebäume werden aufgrund von Krankheit, Überalterung und Verkehrssicherheit gefällt.
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Alleen stehen in Brandenburg unter Schutz, doch immer mehr Alleebäume werden aufgrund von Krankheit, Überalterung und Verkehrssicherheit gefällt.

Das fünfte Jahr in Folge werden entlang märkischer Straßen mehr Bäume abgeholzt als nachgepflanzt.

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06. Mai 2016, 05:00 Uhr

Brandenburger Naturschützer schlagen Alarm: Das Land vernachlässigt seine Alleen. Das fünfte Jahr in Folge werden entlang märkischer Straßen mehr Bäume abgeholzt als nachgepflanzt. Das ist für eine Allianz der Brandenburger Naturschützer ein Verstoß gegen die 2007 verabschiedete Alleenkonzeption. Darin hatte sich das Land verpflichtet, jedes Jahr als Ausgleich für gefällte Bäume 5000 neue Exemplare anzupflanzen. Dieses Ziel wurde 2010 zum letzten Mal erreicht. 2015 waren es nach Angaben des Naturschutzbunds (Nabu) nur 2833, also nur kaum mehr als die Hälfte. Diese Zahl habe der zuständige Landesbetrieb für Straßenwesen für 2015 bestätigt.

Derzeit werden noch rund ein Viertel der Bundes- und Landesstraßen im Land von Alleen gesäumt. Damit gilt die Mark als das alleenreichste Bundesland. Die Naturschutzverbände betonen jedoch, es müsse eins-zu-eins nachgepflanzt werden, damit das so bleibe. Der Nabu verlangt deshalb im Vorfeld von Baumfällungen, mehr und besser in die Planungen einbezogen zu werden.

Die Umweltschützer verweisen dabei auf ein Urteil des Verwaltungsgerichts Cottbus (AZ: VG 3 L 89/16). Im Februar hatten die Richter den Verbänden ein Mitwirkungs- und Klagerecht zugestanden.

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