Nachts starten und landen

Flugplatz Neuhardenberg jetzt 24 Stunden geöffnet – dank neuer Lichtanlage

svz.de von
09. Dezember 2013, 00:34 Uhr

Bleigrau, steingrau, zementgrau – der Blick aus dem Bullauge eines Flugzeugs ist nachts wenig erhellend. Bis man sich der Landebahn nähert. Goldene Streifen auf schwarzem Grund ziehen sich bis zum Horizont. Sie zeigen an, wo der Pilot landen kann. Und genau das fehlte seit längerem dem Flugplatz Neuhardenberg. „Am Freitag wurde der neue Tower in Betrieb genommen“, sagt Uwe Hädicke, Flugplatz-Bevollmächtigter der Airport Development Gesellschaft. Und mit ihm die modernisierte Lichtlandeanlage, die es Flugzeugen nun wieder ermöglicht, auch in den dunklen Stunden in Neuhardenberg zu landen.

„40 Kilometer neue Kabel wurden verlegt, die Steuerung sowie Lampen wurden erneuert und alles mit der neuen Flugleitstelle verbunden“, so Hädicke. Die 24-Stunden-Genehmigung besaß der Flughafen zwar schon immer, sie ruhte aber seit der Insolvenz des Vorgängerunternehmens. Technische Standards waren nicht erfüllt worden. Nun ist wieder alles auf dem neuesten Stand.

Doch bei aller Zufriedenheit über moderne Technik bleibt das Reizwort „Nachtflüge“. Spätestens seit den Debatten um den Fluglärmschutz rund um dem BER ein Thema. Uwe Hädicke beruhigt: „Nachtflüge werden in geringer Zahl an unserem Airport durchgeführt.“ Ein Nachtflugverbot oder Beschränkungen seien nicht notwendig, da es sich in Neuhardenberg um einen Sonderlandeplatz und nicht um einen internationalen Verkehrsflughafen handelt. „Somit sind keine störenden Immissionen für die Bevölkerung zu erwarten“, erklärt der Flugplatz-Chef. Er sieht eher positive Effekte für die Region. Geschäftsleute seien nicht mehr an bestimmte Tageszeiten gebunden, um Termine wahrzunehmen. Man könne starten und landen, wenn es passt. Auch denkt er an die Kulturveranstaltungen im Schloss Neuhardenberg, wo gerne Promis absteigen und auftreten. Die Anbindung ans Umland werde vom lokalen Taxiunternehmen abgedeckt.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen