Landkreis Spree-Neiße : Nach Leichenfund weiter auf Spurensuche

Auch am Dienstag waren die Kriminaltechniker und die Polizei in Forst am Tatort, wo am Montag zwei Männerleichen entdeckt worden waren, noch verstärkt im Einsatz.
Auch am Dienstag waren die Kriminaltechniker und die Polizei in Forst am Tatort, wo am Montag zwei Männerleichen entdeckt worden waren, noch verstärkt im Einsatz.

Polizeipräsenz in Forst bleibt hoch. Staatsanwaltschaft Cottbus hält sich aus ermittlungstaktischen Gründen bedeckt.

svz.de von
15. Mai 2019, 05:00 Uhr

Nach dem Fund von zwei toten Männern haben Ermittler in der südbrandenburgischen Kleinstadt Forst (Spree-Neiße) weiter nach Spuren gesucht. Kriminaltechniker waren auch noch am Dienstagmittag vor Ort, Polizisten suchten das Gelände rund um das Wohngebäude ab, in dem am Montagmorgen die Leichen gefunden wurden. Die Männer wurden nach Angaben der Polizeidirektion Süd Opfer eines Gewaltverbrechens. Die Hintergründe der Tat waren bislang allerdings unklar.

Ein dritter Mann soll nach Medien-Informationen am Montag mit einem Hubschrauber schwerverletzt in ein Krankenhaus geflogen worden sein. Die Staatsanwaltschaft Cottbus wollte das zunächst nicht kommentieren.

Weitere Medien berichten in dem Forster Fall von möglichen Verbindungen zur Organisierten Kriminalität. In einem Waldstück bei Forst seien auch Schusswaffen gefunden worden. Dazu und zur Identität der beiden toten Männer und ob es sich möglicherweise um Bandenkriminalität handelte, wollte sich ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Cottbus auf Nachfrage nicht äußern.

Die beiden Leichen wurden am Montagmorgen in einer Wohnung in Forst entdeckt. Aufgrund der Situation, in der die beiden gefunden wurden, geht die Polizei von einem Verbrechen aus. Weitere Details dazu nannte sie aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht.

Bei den Ermittlungen am Montag wurden auch zwei abgestellte Autos in der Nähe des betroffenen Wohnhauses untersucht, die der Polizei verdächtig erschienen. Sprengstoffspezialisten untersuchten die Fahrzeuge. Inzwischen stehen sie nicht mehr vor dem Haus, in dem die Tat erfolgt war. Rund 116 Anwohner mussten vorläufig ihre Wohnungen verlassen, konnten aber am Montagnachmittag wieder zurückkehren.

Der Fall erinnerte zunächst an die mysteriösen Leichenfunde in Bayern und Niedersachsen vom vergangenen Wochenende. Die Staatsanwaltschaft Cottbus geht aber nicht davon aus, dass es eine Verbindung zwischen den Taten gibt. Drei mit Armbrustpfeilen getötete Menschen waren in einer Passauer Pension, zwei Leichen in einer Wohnung in einer niedersächsischen Kleinstadt gefunden worden. Auch in diesen Fällen waren die Hintergründe zunächst unklar.

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