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Neuruppin : Mutmaßlicher Mörder in Untersuchungshaft

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Vier Tage nach dem Mord an einer 61-jährigen Frau in Neuruppin ist der mutmaßliche Täter in den Händen der Polizei: Der Mann hat sich gestellt.

svz.de von
erstellt am 22.Aug.2017 | 21:00 Uhr

Nach dem Tod der 61-jährigen Jutta K. in Alt Ruppin sitzt der mutmaßliche Mörder in Untersuchungshaft. Der Haftbefehl gegen den 39 Jahre alten Mieter der Frau sei am Dienstag in Neuruppin verkündet worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der international gesuchte Friedrich-Wilhelm Koch, geborener Borgwarth hatte sich am Vortag in Begleitung eines Anwalts selbst bei der Polizei in Eberswalde gemeldet.

Bei der Verkündung des Haftbefehls machte der Verdächtige von seinem Recht Gebrauch, nicht auszusagen, wie Oberstaatsanwalt Wilfried Lehmann sagte. Daher wollen die Ermittler auch noch nicht bekanntgeben, wie die ehemalige Bootsvermieterin ums Leben gekommen ist. Auch zu einem möglichen Motiv gab es zunächst keine Angaben. Die Ermittlungen zu dem Fall, der als das schwerste Verbrechen seit Jahrzehnten im rund 2800 Einwohner zählenden Alt Ruppin gilt, führt die Mordkommission unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Neuruppin.

Das Fluchtfahrzeug des Tatverdächtigen, das dem Opfer gehörte, war von den Ermittlern in Dresden gefunden worden. Warum der Mann dorthin fuhr, ist unklar.

Die Staatsanwaltschaft hatte europaweit nach dem Tatverdächtigen gefahndet. Der Mann gilt als gewaltbereit. Nach Angaben von Zeugen soll er am Donnerstagabend mit seiner Vermieterin auf dem Grundstück des Mehrfamilienhauses zusammengesessen haben, hatte die Polizei berichtet. Dann soll er die Frau getötet haben. Die Leiche war von Anwohnern erst am Freitagabend auf dem Grundstück gefunden worden.

Zuletzt war Jutta K. damit beschäftigt, ihren Bootsverleih aufzulösen und sich auf ihre Rente einzurichten.

 

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