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Bildung : Musikschulen erhalten mehr Geld

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Zahl der Schüler steigt. Land stellt ab 2017 mehr Zuschüsse in Aussicht

Ob Klavier- oder Gitarrenunterricht – immer mehr Brandenburger besuchen in ihrer Freizeit eine Musikschule. Um dem wachsenden Bedarf entsprechen zu können, fordern die Einrichtungen seit Jahren mehr Geld vom Land. Dieses will ihnen ab 2017 entgegenkommen.

Sowohl private als auch öffentliche Musikschulen verzeichnen steigende Schülerzahlen. „Die Zahl der Musikschüler ist trotz rückläufiger Schülerzahlen an den allgemeinbildenden Schulen von rund 25 000 im Jahr 2000 auf mittlerweile rund 45 000 gestiegen“, sagte die Sprecherin des Landesverbands der Musik- und Kunstschulen, Katja Bobsin.

Von ähnlichen Tendenzen berichtet der Bundesverband Deutscher Privatmusikschulen für die Mark: Dort werden aktuell rund 40 000 Schüler musikalisch ausgebildet, was eine Steigerung von 50 Prozent gegenüber dem Jahr 2006 sei.

Ungeachtet des gestiegenen Bedarfs an musikalischer Bildung sei der Anteil der Landesförderung von ehemals 15 auf neun Prozent gesunken, moniert Katja Bobsin. Die Mehrkosten seien zu Lasten der Eltern und Kommunen gegangen. Die direkte jährliche Förderung der Musikschulen sei mit derzeit rund 3,73 Millionen Euro seit mehreren Jahren konstant geblieben, heißt es hingegen aus dem Potsdamer Kulturministerium.

Über das Brandenburgische Musik- und Kunstschulgesetz stehe jährlich eine Gesamtfördersumme von rund 2,63 Millionen Euro für alle staatlich anerkannten Musikschulen zur Verfügung.

Im Rahmen des Förderprogramms „Musische Bildung für alle“ erhalten die Musikschulen nach Angaben von Ministeriumssprecher Stephan Breiding zudem jedes Jahr Projektförderungen in einem Gesamtumfang von 1,1 Millionen Euro. Der Landesverband werde für Fortbildungen und Musikschultage mit knapp 100 000 Euro im Jahr bedacht.

Vom kommenden Jahr an soll sich die Förderung der Musikschulen jedoch nahezu verdoppeln, kündigt Breiding an. Sie werde von derzeit 2,63 auf dann rund 4,73 Millionen Euro aufgestockt. Das Vorhaben stößt beim Landesverband auf wohlwollende Worte. „Wir sind sehr erfreut über das klare Bekenntnis des Parlaments zu einer umfassenden und qualitativ guten musischen Bildung im Land“, lobt Sprecherin Bobsin.

Christian Bark

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