Mord an Taxifahrer nach 15 Jahren gestanden

von
23. Oktober 2010, 01:57 Uhr

Potsdam/Euskirchen | Immer wieder hatte der Mörder auf den Taxifahrer eingestochen. Der Mann verblutete. 15 Jahre lang blieb der Fall aus Brandenburg ungeklärt. Trotz ausgesetzter Belohnung wurde der Täter nicht gefasst. Nun legte ein 34-Jähriger in Nordrhein-Westfalen ein Geständnis ab. 15 Jahre der tödlichen Attacke auf einen Taxifahrer hat sich der von Gewissensbissen geplagte mutmaßliche Täter gestellt. Der 34-Jähriger gestand das Verbrechen bei der Polizei im nordrhein-westfälischen Euskirchen. Gegen ihn sei Haftbefehl wegen Totschlags erlassen worden, teilte die Polizei dort gestern mit. Er befindet sich in Untersuchungshaft. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Potsdam soll der 34-Jährige in wenigen Tagen nach Brandenburg gebracht werden. Die Behörde hält die Angaben des Mannes für glaubwürdig und hatte deswegen Haftantrag beim Amtsgericht Euskirchen gestellt. Nach Angaben des Behördensprechers hat der 34-Jährige zugegeben, am 14. Februar 1995 im brandenburgischen Wusterwitz den Taxifahrer durch mehrere Messerstiche getötet zu haben. Vorangegangen sei ein Streit mit dem Opfer.

Der 60-Jährige war in der Tatnacht wenige Meter entfernt von seinem brennenden Taxi gefunden worden. Der blutüberströmte Mann wurde noch in eine Klinik gebracht, erlag dort aber seinen Verletzungen. Die Ermittlungen der Polizei blieben erfolglos . Der mutmaßliche Täter hat damals seinen Wohnort in Brandenburg verlassen.

Seit dem Jahr 2002 lebt der heute 34-Jährige laut Polizei in Euskirchen - unauffällig, zuletzt mit seiner Lebensgefährtin und dem gemeinsamen Kind. Am vergangenen Mittwoch habe er die Polizeiwache aufgesucht, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Den Polizeibeamten er eröffnet: Er wolle sich der Polizei stellen, da ihn sein Gewissen plage. Er müsse mit jemandem über sein Verbrechen reden und wolle die Tötung eines Taxifahrers an seinem früheren Wohnort gestehen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen