Neuruppin : Mit Messerspitze im Kopf überlebt

Mordkommission und Staatsanwaltschaft Neuruppin ermitteln gegen 16-Jährigen

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01. November 2015, 17:36 Uhr

Die Mordkommission und die Staatsanwaltschaft Neuruppin ermitteln gegen einen 16-Jährigen wegen versuchten Totschlags. Der Jugendliche soll in Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) einem 18-Jährigen ein Messer in den Kopf gerammt haben. Das Opfer hatte in der Nacht zu Freitag selbst die Neuruppiner Polizeiinspektion aufgesucht, um dort anzuzeigen, dass er von einem 16-Jährigen mit einem Messer angegriffen wurde.


Nach Not-OP außer Lebensgefahr


Wie die Polizei am Wochenende berichtete, hatte der junge Mann Verletzungen im Gesicht. Ein Rettungswagen brachte ihn in ein Krankenhaus. Dort stellten die Ärzte fest, dass der Kiefer des Mannes gebrochen war und die abgebrochene Spitze des Messers noch in seinem Schädel steckte. Die Klinge wurde anschließend in einer Notoperation aus dem Kopf des jungen Mannes entfernt. Inzwischen sei der 18-Jährige außer Lebensgefahr, hieß es.


Tatverdächtiger in Untersuchungshaft


Opfer und Täter kennen sich laut Polizei nur flüchtig. Das Tatmesser sei bereits in der Wohnung des Beschuldigten im Raum Neuruppin gefunden worden, hieß es weiter. Er sei vernommen worden und habe sich zu den Vorwürfen geäußert. Die Ermittlungen in diesem Fall hat die Mordkommission der Polizeidirektion Nord übernommen.

Grund für die Messerattacke sollen persönliche Differenzen zwischen den Jugendlichen gewesen sein. Weitere Details teilte die Polizei vorerst nicht mit. Der 16-Jährige wurde am Sonnabend einem Haftrichter vorgeführt. Dieser ordnete Untersuchungshaft an. Der Tatverdächtige wurde inzwischen in die Justizvollzugsanstalt nach Wriezen (Märkisch-Oderland) gebracht.

Der Tatverdächtige ist für die Justiz kein unbeschriebenes Blatt. Der Jugendliche soll in der Vergangenheit unter anderem bereits wegen Rohheitsdelikten, Sachbeschädigung und Körperverletzung auffällig gewesen sein.

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