Brandenburg/Berlin : Mit dem Haustier zum Arbeitsplatz

Hunde gehören in vielen Büros dazu. Bevor Arbeitnehmer ihren Vierbeiner mitbringen, müssen sie aber ihren Chef fragen.
Hunde gehören in vielen Büros dazu. Bevor Arbeitnehmer ihren Vierbeiner mitbringen, müssen sie aber ihren Chef fragen.

Um Fachkräfte zu motivieren, erlauben Arbeitgeber, dass Hund und Katze mit ins Büro dürfen.

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19. November 2018, 11:00 Uhr

Nur wenige Menschen in Brandenburg nehmen ihr Haustier mit zur Arbeit. Es gibt aber Arbeitgeber, die Hund, Katze und Co. im Büro zulassen. „Wir wissen, dass Fachkräfte-Engpässe oft eine Rolle spielen“, sagt Oliver Panne von der Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg. Haustiere am Arbeitsplatz könnten auch die Motivation der Mitarbeiter steigern.

Dabei verweist Panne auf eine bundesweite Studie, nach der 34 Prozent der Berufstätigen Arbeitgeber für attraktiver halten, wenn diese Haustiere am Arbeitsplatz erlauben. In einer weiteren Umfrage hätten sich rund 53 Prozent der Firmen dazu bekannt, „pro Hund“ eingestellt zu sein. „Arbeitgeber müssen dabei aber den Betriebsfrieden wahren“, betont der UVB-Referent. Zudem müssten Haustiere artgerecht gehalten und gegebenenfalls ausgeführt werden. Dies lasse sich oft nicht mit den betrieblichen Aufgaben von Mitarbeitern vereinbaren. Ein weiterer Aspekt sei die Betriebssicherheit und die Rücksicht auf Kunden und Mitarbeiter, die unter Allergien leiden würden.

Rückzugsorte, Gassigehen in der Pause und ausreichend Platz sind laut Landestierschutzverband Voraussetzungen, ein Tier am Arbeitsplatz halten zu können. „In vielen Fällen kann das Tier beitragen, das Betriebsklima zu verbessern“, sagt Vorsitzende Ellen Schütze.

In Zeiten länger werdender Arbeitswege und Arbeitszeiten sei es für Halter oft vorteilhaft, den Liebling gleich vor Ort zu haben, und so mit ihm Zeit zu verbringen. „Die meisten Hunde haben tagsüber ohnehin ein großes Schlafbedürfnis“, erklärt sie. Die Tiere würden also kaum stören. Wichtig sei, das vorab mit den Vorgesetzten und dem Team abzuklären. Für Notfälle gebe es Tierpensionen und Hundekindergärten. Auch ihr Tierheim in Fürstenberg/Havel (Oberhavel) biete diesen Service.

In der Stadtverwaltung Potsdam gibt es keinen Paragrafen, der es Mitarbeitern verbietet, Tiere mit an den Arbeitsplatz zu nehmen. „Mir ist aber auch nicht bekannt, dass das jemals eine Rolle gespielt hat“, sagt Stadtsprecher Stefan Schulz.

Die Universität Potsdam verbietet Tiere am Arbeitsplatz, zumindest in den Lehr- und Arbeitsräumen. Das sei vor 20 Jahren verfügt worden, sagte Uni-Sprecherin Silke Engel. Im Vorjahr sei die Ausnahme hinzugefügt worden, dass Therapie- und Blindenhunde am Arbeitsplatz gestattet sind. „Dafür muss ein Zertifikat über die Ausbildung der Tiere vorliegen“, so die Sprecherin. Zudem seien Assistenzhunde dem Lehrpersonal vor der Veranstaltung anzuzeigen.

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