Städtebau in der Prignitz : Millionen vom Land für die Städte

Die Gründerzeitfassaden kommen wieder zur Geltung.
Die Gründerzeitfassaden kommen wieder zur Geltung.

Stadtumbaumittel auch für Lenzen, Perleberg, Pritzwalk und Wittenberge – Mittel werden für Sanierung, Wohnungsbau, Kultur genutzt

svz.de von
31. Dezember 2016, 05:00 Uhr

Für Denkmalschutz, Stadtumbau oder soziale Projekte: An Brandenburger Kommunen und Städte sind seit Jahresanfang rund 77,3 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel gegangen. Städte sollen sich als lebendige Orte für gutes Wohnen, für Begegnungen, für Kultur und Einkaufen entwickeln, wie Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) betonte.

In die Prignitz flossen mehr als 5,2 Millionen Euro. Mit 2,85 Millionen Euro erhielt dabei Wittenberge die größte Förderung in der Region und lag auch landesweit in der Spitzengruppe. Ein erheblicher Teil der 2016 bereitgestellten Förderung wurde für die Sanierung der Häuser Bürgermeister-Jahn-Straße 2 und 3 genutzt. Weitere Mittel dienen der Umgestaltung der Goethestraße. Perleberg erhielt 1,3 Millionen Euro für den Stadtumbau. Mit ihrer Hilfe wurden unter anderem die Wittenberger Straße und der Grahl-Platz umgestaltet. In Pritz-walk kam der Großteil der Stadtumbaumittel der Fortführung des Umbaus der Quandtschen Tuchfabrik zugute. Dort entstanden Räume für die Bildungsgesellschaft, 30 Wohnungen im sogenannten Kopfbau. Die Arbeiten für ein Museum laufen noch. Lenzen nutzte 380 000 Euro für den Stadtumbau.

Mit den Fördermitteln und kommunalen Eigenanteilen konnten Gebäude, Wege und Plätze modernisiert werden. Die höchsten Summen gingen in diesem Jahr nach Wittstock/Dosse (Ostprignitz-Ruppin) mit 7,4 Millionen Euro und Cottbus mit 4,7 Millionen Euro. Seit 1991 wurden im Land rund 3,1 Milliarden Euro aus Bundes- und Landesmitteln für Stadtentwicklungsprojekte bewilligt. Bundes- und Landesmittel in Höhe von 77,3 Millionen Euro sind in diesem Jahr vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung an 73 Städte und Gemeinden ausgereicht worden. Grundlage dafür waren die fünf bewährten Programme „Soziale Stadt“, „Stadtumbau“, „Städtebaulicher Denkmalschutz“, „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ sowie „Kleinere Städte und Gemeinden“.

„Auch im Jubiläumsjahr ,25 Jahre Stadtentwicklung’ haben wir die Städte und Gemeinden mit Geldern aus den Bund-Länderprogrammen unterstützt. Damit verfolgen wir das Ziel, die Städte als lebendige Orte für gutes Wohnen, für Begegnung, für Kultur und zum Einkaufen zu stärken. Die Stadtentwicklungspolitik ist dafür ein wichtiger Baustein. Stadtentwicklung ist immer dann besonders erfolgreich, wenn sie mit der Landesplanung und der Planung der Verkehrswege verknüpft wird. Dies tun wir mit der Erarbeitung des neuen Landesentwicklungsplans, der Mobilitätsstrategie 2030 und der Strategie für die zukünftige Stadtentwicklung“, sagte Infrastrukturministerin Kathrin Schneider.

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