Metaller übernehmen Tarifabschluss

Als akzeptablen Abschluss in schwieriger Zeit wertet die IG-Metall-Bezirksleitung das Tarifergebnis, das nun auch in Brandenburg - im Bild EKO Stahl in Eisenhüttenstadt - gelten soll.ddp
Als akzeptablen Abschluss in schwieriger Zeit wertet die IG-Metall-Bezirksleitung das Tarifergebnis, das nun auch in Brandenburg - im Bild EKO Stahl in Eisenhüttenstadt - gelten soll.ddp

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27. Februar 2010, 01:57 Uhr

Potsdam/Berlin | Die 90 000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg erhalten neben einer Einmalzahlung 2,7 Prozent mehr Lohn. Die Gewerkschaft IG Metall und der Verband der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg (VME) kündigten die Übernahme des in Nordrhein-Westfalen vereinbarten Pilotabschlusses an, wie der Verband gestern mitteilte. Außerdem beinhaltet der Tarifabschluss eine bis Mitte 2012 befristete Alternative zur gesetzlichen Kurzarbeit. Die Arbeitszeit kann bis auf 26 Stunden sinken, dabei erhalten die Arbeitnehmer anteilig einen Lohnausgleich.

Dem am 18. Februar in Düsseldorf vereinbarten Entgelt-Tarifabschluss zufolge erhalten die Beschäftigten für die Zeit von Mai 2010 bis März 2011 eine Einmalzahlung in Höhe von 320 Euro - Auszubildene erhalten 120 Euro - und ab April 2011 eine Entgelterhöhung von 2,7 Prozent. Die Erhöhung kann den Angaben zufolge zwei Monate vorgezogen oder zwei Monate nach hinten geschoben werden. Der Entgelt-Tarifabschluss hat eine Laufzeit von 23 Monaten. Das Land Baden-Württemberg hatte den Düsseldorfer Beschluss unmittelbar übernommen. Andere Länder hatten ebenfalls Interesse signalisiert.

Der IG-Metall-Bezirksleiter für Berlin, Brandenburg und Sachsen, Oliver Höbel, bezeichnete das Tarifergebnis als akzeptablen Abschluss in schwieriger Zeit. "Mit dem Tarifabschluss sind alle Möglichkeiten der Beschäftigungssicherung geschaffen", sagte Höbel gestern. VME-Verhandlungsführer Stefan Moschko sprach von einem "eindrucksvollen Zeichen gemeinsamen Krisenmanagements."

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