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Brandenburg

18. November 2017 | 05:55 Uhr

reform : Mehr Wohngeld ab Januar

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Erhöhung beträgt durchschnittlich 39 Prozent. In Brandenburg bezogen Ende 2014 insgesamt 24 272 Haushalte Wohngeld.

svz.de von
erstellt am 14.Dez.2015 | 17:10 Uhr

Arbeitslose, Rentner und Geringverdiener können ab Januar 2016 mit einem höheren Wohngeld rechnen. Von der Gesetzesreform, die der Bundestag in diesem Jahr beschlossen hat, sollen rund 870 000 Haushalte in Deutschland profitieren. Nach Angaben der Bundesregierung wird das Wohngeld um durchschnittlich 39 Prozent angehoben. Durch die Neuerungen werden Menschen mit geringerem Einkommen bei den Wohnkosten stärker entlastet als bislang. Dadurch können mehr Haushalte als bisher Wohngeld erhalten und die bisherigen Empfänger bekommen höhere Leistungen.

Zuletzt wurde das Wohngeld 2009 geändert. Seither haben sich die Mieten in vielen Regionen Deutschlands deutlich verteuert. Für einen Zwei-Personen-Haushalt steigt das Wohngeld nun nach Angaben der Bundesregierung von durchschnittlich 115 Euro monatlich im Jahr 2013 auf durchschnittlich 186 Euro. Künftig soll es außerdem alle zwei Jahre überprüft und an die Entwicklung der Einkommen, Warmmieten und Nebenkosten angepasst werden.

In Brandenburg bezogen Ende 2014 insgesamt 24 272 Haushalte Wohngeld – 19,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Das geht aus Erhebungen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg hervor. 94 Prozent waren demnach reine Wohngeldhaushalte, in denen alle Haushaltsmitglieder einen Anspruch auf Wohngeld hatten. Bei 6 Prozent der Haushalte waren nur einzelne Personen des Haushaltes wohngeldberechtigt. Der durchschnittliche monatliche Wohngeldanspruch bei reinen Wohngeldhaushalten lag in Brandenburg bei 92 Euro. Bei den Haushalten mit Mietzuschuss betrug er 90 Euro und bei den Haushalten mit Lastenzuschuss 110 Euro. Die größte Gruppe der Empfänger bildeten Rentner und Pensionäre. An zweiter Stelle standen Arbeitnehmer und Beamte.

Ob und in welcher Höhe ein Anspruch auf Wohngeld besteht, hängt von drei Faktoren ab: der Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder, der Höhe des Gesamteinkommens und der Höhe der zuschussfähigen Miete beziehungsweise Belastung.

Autorin: Angela Hoffmann

Hintergrund

Änderungen zum 1. Januar 2016
- Die Miethöchstbeträge werden regional gestaffelt angehoben.
- Die sogenannten Tabellenwerte werden um durchschnittlich 39 Prozent angehoben. Dadurch steigt der individuelle Wohngeldbetrag für alle anspruchsberechtigten Haushalte und der Kreis der Wohngeldempfänger wird in etwas höhere Einkommensbereiche hinein erweitert.
- Die Freibeträge im Wohngeld (zum Beispiel für schwerbehinderte Menschen oder Alleinerziehende) werden neu ausgerichtet.

Weitere Informationen zum Wohngeld und zur Wohngeldreform sowie die Antragsformulare sind auf der Internetseite des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg zu finden: www.mil.brandenburg.de. Dort auf das Thema Wohnen und dann auf Wohngeld klicken. Hier steht auch ein Wohngeldrechner zur Verfügung, mit dem der Wohngeldanspruch sofort unverbindlich kalkuliert werden kann.


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