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Umweltpartnerschaft Brandenburg : Mehr märkische Firmen produzieren umweltgerecht

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Rund 60 Betriebe schlossen Umweltpartnerschaften. Tendenz ist weiter steigend

svz.de von
erstellt am 09.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Mehr als 60 Unternehmen beteiligen sich nach Angaben der Landesregierung an der Umweltpartnerschaft Brandenburg. Die Kooperation, die von kleinen Handwerksbetrieben bis hin zu Großunternehmen mit mehr als 1000 Beschäftigten reiche, sei ein wichtiges Instrument zur Gestaltung optimaler Bedingungen für eine umweltverträgliche Wirtschaftsentwicklung, heißt es in der Antwort der Regierung auf eine Anfrage der CDU-Landtagsfraktion.

Die Partnerschaft umfasst Unternehmen aus Branchen wie Gesundheit, Handel, Tourismus, Verkehr, produzierendes Gewerbe, Informationstechnik, Logistik und Umwelt. Die 1999 erstmals geschlossene Vereinbarung zwischen Land, Unternehmen und Spitzenverbänden der märkischen Wirtschaft sollte ursprünglich für die Dauer einer Legislaturperiode gelten, wurde mittlerweile aber bereits zum dritten Mal fortgeschrieben.

Das Prinzip der Zusammenarbeit ist einfach: Die beteiligten Unternehmen erbringen Umweltleistungen, die über die gesetzlichen Standards hinausgehen, wie etwa betriebliche Umweltmanagementsysteme.

Im Gegenzug erhalten sie Erleichterungen, darunter Gebührenermäßigungen bei immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren und Nachlässe bei der Berechnung von Sicherheitsleistungen für Abfallentsorgungsanlagen. Die Vereinbarungen werden befristet abgeschlossen. Bei jeder Verlängerung müssen die Unternehmen nachweisen, dass sie die Kriterien für die Umweltpartnerschaft einhalten.

Mitte Februar wurden vier Brandenburger Firmen in das Kooperationsprojekt aufgenommen. Dazu gehört ein Mineralwasserproduzent, der ein Umweltmanagementsystem einführte und sich unter anderem im Naturpark Stechlin-Ruppiner Land in Nordbrandenburg für Umweltprojekte einsetzt. Ein weiterer Betrieb, Hersteller von Fenstern und Türen, verarbeitet aus Gründen des Umweltschutzes nur Holz als Baumaterial.

Die zwei anderen Neulinge der Umweltpartnerschaft sind ein Unternehmen, das unter anderem Gabelstapler verkauft und vermietet, sowie ein Familienbetrieb, der Spinnräder fabriziert. Sie halten ebenfalls die Kriterien für umweltschonendes Wirtschaften ein. Mehr als die Hälfte der 60 Betriebe sind auch Inhaber des Brandenburger Umweltsiegels. Diese Auszeichnung richtet sich an Handwerksbetriebe sowie kleine und mittelständische Unternehmen, die umweltschonend produzieren - etwa durch geringeren Materialverbrauch und Energieeinsparungen. Zudem sollen die Betriebe bei Endkunden, Geschäftspartnern, Behörden und in der Öffentlichkeit mit dem Siegel für ihre Umweltleistungen werben können.

Das Umweltsiegel gilt drei Jahre und kann nach erfolgreicher Wiederholungsprüfung verlängert werden. Werden Umweltdelikte eines Unternehmens bekannt, kann das Umweltsiegel aberkannt werden. Gleichzeitig endet damit die Umweltpartnerschaft.  

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