keine Lockerungen : Maskenpflicht wird bleiben

Auch für Teilnehmer der Lotte Lehmann Woche galten Maskenpflicht und Abstand.
Auch für Teilnehmer der Lotte Lehmann Woche galten Maskenpflicht und Abstand.

Gesundheitsministerin dämpft die Hoffnung auf baldige Lockerungen

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02. August 2020, 14:11 Uhr

Die Brandenburger werden im Kampf gegen das Coronavirus vorerst weiter auf Abstand und Hygiene sowie Masken beim Einkauf und im Nahverkehr achten müssen. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) kündigte an, dass die Vorschriften über den 16. August hinaus verlängert werden sollen. „Die AHA-Formel - Abstand halten, auf Hygiene achten und Alltagsmaske tragen, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann - wird in Deutschland und Brandenburg auch weiter ein Thema sein“, sagte Nonnemacher. „Solange die Entwicklung weltweit so explosiv ist, müssen wir damit leben. Ich bin immer für vertretbare Lockerungen, wenn das Infektionsgeschehen dies zulässt. Aber wir können in dieser schwierigen Phase nicht sagen: Leute, das war's.“

Die Zahl neuer Corona-Infektionen schnellt an einigen Orten Deutschlands, vor allem aber in einigen anderen europäischen Ländern, derzeit nach oben. Die Ministerin zeigte sich besorgt. „Wir müssen schauen, wie wir jetzt sicher über diese sehr schwierige Phase kommen“, sagte Nonnemacher mit Blick auf Reiserückkehrer und den Schulstart am 10. August.

„Viele Leute beenden ihren Urlaub und kehren aus Gebieten zurück, wo die Infektionen deutlich höher sind als bei uns - und wir gehen in den Schulen in den Regelbetrieb, wo zwangsläufig viele Menschen zusammenkommen. Das ist jetzt eine ganz heiße Zeit, in der sich entscheidet, wie sich das Infektionsgeschehen in den kommenden Wochen entwickeln wird.“

Die rot-schwarz-grüne Landesregierung arbeitet an einer neuen Version der Regeln im Umgang mit dem Coronavirus, die am 16. August auslaufen. „Es ist klar, dass wir die Umgangsverordnung verlängern“, sagte die Gesundheitsministerin. „Wir werden einen Vorschlag dafür machen und das Kabinett wird sich am 11. August damit befassen.“ In der Verordnung sind zum Beispiel die Maskenpflicht im Handel und in öffentlichen Bussen und Bahnen, der Mindestabstand von 1,5 Metern und Hygieneregeln wie das Hände waschen geregelt. In Schulen ist bisher anders als in Berlin kein verpflichtender Mund-Nasen-Schutz geplant.„Unser Hygieneplan sieht erstmal die Maskenpflicht an Schulen nicht vor“, sagte Nonnemacher. Sie verwies aber darauf, dass dies Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) vorbehalten sei.

Mehr Kontrollen sieht sie skeptisch: „Man kann nicht jede Maßnahme mit Polizeieinsätzen oder Bußgeldern flankieren.“ Hotspots hingegen will sie konsequent angehen, falls Infektionen aufflammen.

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