Maskenpflicht in Sicht

Die Läden sind wieder offen und noch ist ein Einkaufen ohne Maske möglich. Doch das wird sich ändern. Auch in Brandneburg soll es nun eine Pflicht zum Tragen geben.
Die Läden sind wieder offen und noch ist ein Einkaufen ohne Maske möglich. Doch das wird sich ändern. Auch in Brandneburg soll es nun eine Pflicht zum Tragen geben.

Berlin prescht vor, Brandenburg muss nachziehen / Im ÖPNV führt am Mundschutz nichts mehr vorbei

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22. April 2020, 14:50 Uhr

Keine 24 Stunden hat das Nein zur Maskenpflicht gehalten. Am Mittwoch kam die Kehrtwende. In Brandenburg soll nun auch eine Maskenpflicht kommen. Darauf einigten sich Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und seine Stellvertreter Ursula Nonnemacher (Grüne) und Michael Stübgen (CDU) offenbar am Mittwoch in einer eilig einberufenen Sitzung, nachdem Berlin bereits am Vortag eine Pflicht zum Tragen von Mund-Nase-Schutzmasken im ÖPNV eingeführt hatte. „Wir müssen natürlich reagieren, weil der VBB ein einheitliches System ist“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Landtags. Stübgen sagte im Innenausschuss, unterschiedliche Regelungen machten beim Überschreiten der Landesgrenze keinen Sinn.

Die Maskenpflicht soll am Donnerstag in einer Kabinettssitzung beschlossen werden. Nach Informationen dieser Zeitung wird dann auch darüber beraten, ob die Masken etwa auch beim Einkaufen in Supermärkten oder Ladengeschäften getragen werden sollen. Auch in Gottesdiensten, die in Brandenburg ab dem 4. Mai wieder zugelassen werden sollen, sollte dann Maskenpflicht herrschen.

Stübgen schlug im Innenausschuss vor, für die Teilnahme an Gottesdiensten keine Höchstzahlen festzulegen – wichtig sei vielmehr, dass die Abstandsregelungen eingehalten würden. Auch die Landesvorsitzende der Linken, Anja Mayer, plädierte am Mittwoch für eine allgemeine Maskenpflicht. Sie sollte überall gelten, wo Mindestabstände nur schwer eingehalten werden könnten.

„Außerdem braucht es, unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln, Ausgabestellen für gespendete Mund-Nasen-Masken, damit auch diejenigen, die nicht selbst nähen können oder sich keine Maske leisten können, versorgt werden können“, sagte Mayer.

Scharfe Kritik übte Nonnemacher im Ausschuss am Vorgehen Berlins. Man habe sich am letzten Donnerstag auf eine dringende Empfehlung, Masken zu tragen geeinigt. Am Dienstag habe Berlin dann im Alleingang die Maskenpflicht eingeführt. Brandenburg sei deswegen jetzt im Zugzwang.

Bei den Masken in Brandenburg soll es sich um einfache Mund-Nasen-Schutzmasken handeln. Mund und Nase müssten bedeckt sein. Bereits am Dienstag hatten zahlreiche Brandenburger Politiker darauf hingewiesen, dass die so genannten FFP2 und FFP3-Masken dem medizinischen Personal vorbehalten sein sollten. Das sehen die Abgeordneten auch so.

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