Mann stirbt in angezündeter Wohnung: Freispruch für Frau

svz.de von
11. Dezember 2013, 00:36 Uhr

Nach einer Brandstiftung und einem Todesopfer in Frankfurt (Oder) ist eine 46 Jahre alte Frau freigesprochen worden. Das Gericht geht zwar davon aus, dass sie die Wohnung ihres Nachbarn in einem Mehrfamilienhaus vor gut einem Jahr nach einem Trinkgelage angezündet hatte, wie ein Sprecher des Landgerichtes gestern sagte. Aber wegen einer verminderten Intelligenz sei die Frau zum Zeitpunkt des Brandes nicht schuldfähig gewesen. Der 41 Jahre alte Nachbar kam in den Flammen ums Leben.

Das Gericht setzte eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus außerdem zur Bewährung aus. Laut Gericht handelte es sich seinerzeit um eine besonders schwere Brandstiftung mit fahrlässiger Tötung. Die Frau hatte im November vergangenen Jahres mit ihrem Nachbarn und anderen Leuten gezecht. Nachdem sich der 41-Jährige in ihrer Wohnung erbrochen und sie selbst sich über die vermüllte Wohnung des Mannes geärgert hatte, zündete die Frau die Räume mit Streichhölzern an. Sie und die anderen Trinkkumpanen konnten sich retten – der Nachbar dagegen starb.

Die vorbestrafte Frau muss sich nun an Auflagen halten, sagte der Sprecher des Landgerichts. Sie dürfe etwa keinen Alkohol trinken, zudem habe sie einen Bewährungshelfer. Seit Jahresbeginn lebe sie in betreutem Wohnen.

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