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Tourismus : Lausitzer Seenland wird zur Karibik

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Die spektakuläre Wasserwelt bietet jetzt azurblaues Wasser und zahlreiche Wassersportmöglichkeiten.

svz.de von
erstellt am 03.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Das Lausitzer Seenland ist eine faszinierende Region im Wandel: Wo einst die Förderung der Braunkohle das Landschaftsbild bestimmte, entsteht durch die Flutung früherer Tagebaue ein neues Wasserparadies mit rund 14 000 Hektar Wasserfläche. „Zehn der über 20 Seen mit 7000 Hektar Fläche werden künftig durch schiffbare Kanäle erschlossen. Schon jetzt ist der Senftenberger See über den Koschener Kanal mit dem Geierswalder See verbunden. Der mit 1000 Metern Länge erste schiffbare Kanal im Lausitzer Seenland beeindruckt mit seiner einzigartigen Bauweise: Der Kanal unterquert eine Bundesstraße und den Fluss Schwarze Elster“, erläutert Kathrin Winkler, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland. Dank der Schleuse sind die unterschiedlichen Wasserstände der beiden Seen bei der Durchfahrt kein Hindernis.

Wer in den nächsten Wochen Europas größte von Menschenhand geschaffene Wasserlandschaft besucht, genießt einen einzigartigen Anblick. Der Partwitzer See wird bekalkt, das Wasser ist dadurch azurblau gefärbt. Die mehr als 20 Seen locken mit vielen Wassersportmöglichkeiten wie Boots-, Floß- und Hausboottouren, Jetski, Wakeboarden, Wasserski, Segeln, Surfen und Stand Up Paddling.

„Im nächsten Jahr wächst der Seenverbund weiter, denn der derzeit azurblaue Partwitzer See wird über den Barbara-Kanal an den Geierswalder See angebunden“, berichtet Katja Wersch, die beim Tourismusverband für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing zuständig ist. Grund für die Färbung ist die im Herbst 2016 begonnene Bekalkung des Sees. „Ziel ist es, den pH-Wert anzuheben und dadurch die Wasserqualität zu verbessern. Derzeit bewegt sich dieser nach Angaben der Bergbausaniererin LMBV bei 4,6 – normal wäre ein pH-Wert zwischen sechs und sieben“, erklärt Kathrin Winkler. Das Bekalkungsschiff fährt derzeit im Norden des Sees – Wassersport ist dort daher vorerst nicht erlaubt. Es gibt jedoch einen eigens für Jetski genehmigten Bereich im Norden, den das Schiff nicht befährt. Im Süden des Sees sind Segeln, Motorbootfahren und Baden erlaubt.

Das Lausitzer Seenland hat noch viele weitere Wassersportangebote zu bieten. Am Geierswalder und Halbendorfer See sind Wakeboarden und Wasserski möglich Stand Up Paddling geht am Senftenberger See, Geierswalder See und Gräbendorfer See. Surfschulen und Fahrgastschifffahrt gibt es am Senftenberger See und Geierswalder See.

Zudem ist in elf Seen sowie an der Talsperre Spremberg das Baden erlaubt. Das Lausitzer Seenland ist eine Urlaubsregion im Entstehen, die sich immer erkennbarer vom Braunkohlerevier zur größten von Menschenhand geschaffenen Wasserlandschaft Europas entwickelt.

Voraussichtlich 2018 wird der Barbarakanal, der den Geierswalder See mit dem Partwitzer See verbindet, freigegeben und damit für Boote schiffbar. Um durch die Schleusen-, Brücken- und sogar Tunnelbauwerke der Seenverbindungen zu gelangen, ist bei Segelbooten eine Legevorrichtung für Masten zwingend notwendig. Auch der Großräschener See, früher Ilse-See genannt, soll 2018 den Mindestfüllstand erreichen.  


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