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Bildung : Landtag befreit Schüler von den Zensuren

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Keine Noten mehr in den 2. Klassen Schulleiter werden nicht weiter entlastet

svz.de von
erstellt am 01.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Beschlossen hat der Landtag gestern eine Änderung des Brandenburger Schulgesetzes. Sie legt unter anderem fest, dass die Schüler in der zweiten Klasse künftig – so wie Erstklässler – keine Schulnoten, sondern lediglich eine schriftliche Bewertung erhalten sollen. „Schülerinnen und Schülern in der Grundschule können demnächst aktiv an Schulbelangen mitwirken“, sagte die bildungspolitische Sprecherin der Linken, Kathrin Dannenberg.

So soll es künftig Schülerkonferenzen an allen Schulen geben und ab der vierten Klasse werden Klassensprecher gewählt. Die Schülersprecher können zukünftig direkt gewählt werden. Zudem werde der Einsatz von „sonstigem pädagogischen Personal“ an den Schulen mit Inklusionsangeboten vereinfacht.

Ein anderes ebenfalls diskutiertes Thema betrifft die Arbeit der Schulleiter: Wie viel Zeit sollen Schulleiter in Brandenburg für die Leitung ihrer Schulen erhalten? Das Landesparlament diskutierte auf Antrag von Bündnis 90/Die Grünen über einen Antrag, in dem von der Landesregierung ein Konzept zur Entlastung von Schulleitungen gefordert wurde.
„Knapp sieben Prozent der 744 Schulleiterposten in Brandenburg sind unbesetzt“, sagte die bildungspolitische Sprecherin der Grünen, Marie-Luise von Halem. „Zudem dauert es meist viel zu lange, Personal für die vakanten Stellen zu finden – im Durchschnitt ein Jahr.“

In ihrem Antrag sprachen sich die Grünen unter anderem dafür aus, eine Einstellung von Verwaltungsleitungen als Unterstützungen für die Schulleitungen zu überprüfen. Ein ähnliches Modell gibt es heute schon in Berlin. Auch sollte über größere Schulleitungen und bessere Aufstiegmöglichkeiten für Schulleiter nachgedacht werden.

Doch Bildungsminister Günter Baaske (SPD) machte in der Debatte deutlich, dass es gerade in den letzten Monaten schon Entlastungen in der Primarstufe gegeben habe. Mit dem Ergebnis, dass die Koalition wieder einmal dem alten Muster folgte: Der Antrag der Grünen wurde abgelehnt. 

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