Land soll Großbrände löschen

Hunderte Hektar Wald verbrannten bei Treuenbrietzen. Feuerwehrleute aus dem ganzen Land waren im Einsatz.
Hunderte Hektar Wald verbrannten bei Treuenbrietzen. Feuerwehrleute aus dem ganzen Land waren im Einsatz.

Städte- und Gemeindebund will Verantwortung für solche Einsätze delegieren

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06. März 2019, 05:00 Uhr

Nach den schweren Waldbränden bei Fichtenwalde und Treuenbrietzen (Potsdam-Mittelmark) im Sommer 2018 hat der Städte- und Gemeindebund das Land aufgefordert, bei solchen Großfeuern die Verantwortung bei der Brandbekämpfung zu übernehmen.

„Nur der Einsatz von Löschhubschraubern und Löschpanzern hat dafür gesorgt, dass die Evakuierung von Fichtenwalde in letzter Minute abgewendet werden konnte“, sagte die Vizepräsidentin und Bürgermeisterin der Gemeinde Schwielowsee, Kerstin Hoppe (CDU), nach einer Präsidiumssitzung. „In Zusammenarbeit mit dem Innenministerium hat dies funktioniert, aber nicht schnell genug.“

„In so einer dramatischen Lage zählt jede Sekunde, daher müssen wir die Zeiträume verkürzen, bis die Technik vor Ort ist“, so Hoppe. Daher müsse das Land den Einsatz der Löschhubschrauber koordinieren. Wenn das Land keine Hubschrauber unterhalte, müsse der Einsatz mit dem Bund vereinbart werden. Das gelte auch für Löschpanzer. „Ohne Hubschrauber und Löschpanzer wäre die Lage bei Fichtenwalde eskaliert“, sagte Hoppe.

Notwendig sei auch, in den Waldgebieten eine flächendeckende Funkversorgung und Löschwasserbrunnen auch in Schutzgebieten anzulegen, erklärte Hoppe. „Wir hatten damals nur das Glück, dass der Schwielowsee in der Nähe zur Verfügung stand“, meinte sie.

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