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Wölfe in Brandenburg : Lagerfeuer als Schaf-Schutz

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Wachen mit Lagerfeuern sollen Weidetiere symbolisch vor Wölfen beschützen

svz.de von
erstellt am 31.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Feuer als Wolfs-Abschreckung: An zehn Orten in Brandenburg versammeln sich heute Abend Landwirte, Schäfer, Jäger, Verbandsvertreter und Anwohner zu einer Aktion zum Schutz von Schafen und anderen Weidetieren. Bei Einbruch der Dunkelheit werden Feuer entzündet, für die Teilnehmer stehen Bänke oder Strohballen bereit. Vertreter der Verbände beantworten Fragen.

Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) nimmt laut Ministerium an der Wache in Dolgelin (Märkisch-Oderland) teil. Er wolle das Gespräch mit Weidetierhaltern und besorgten Bürgern suchen. Die Naturschutzverbände NABU und BUND haben heute zur Kundgebung unter dem Motto „Der Wolf ist nicht schuld!“ vor dem Landtag aufgerufen. Die Diskussion um den Wolf müsse versachlicht werden, hieß es in einer Mitteilung der Verbände. Der Wolf sei nicht die Ursache für den Niedergang der Weidewirtschaft in Brandenburg.

Veranstalter der Lagerfeuer-Aktion sind das Forum Natur, der Bauernbund und der Bauernverband. Sie wollen auf die Gefahren für Weidetiere durch Wölfe aufmerksam zu machen und Solidarität mit Tierhaltern zeigen. Die Aktion richtet sich nach laut Organisatoren aber nicht gegen den Wolf. Vielmehr gehe es darum, bei den Betroffenen eine Akzeptanz zu schaffen und Weidetierhaltung zu ermöglichen.

Die Orte seien nach Betroffenheit der Agrar- und Schäfereibetriebe ausgesucht worden, sagte der Geschäftsführer des Forums Natur, Gregor Beyer. Einige der Beteiligten werden bis zum Morgen wachen. „Das Entscheidende ist, wir wollen die Menschen, die Politik und die Verwaltung auf Probleme aufmerksam machen“ sagte Beyer. Bei der Überarbeitung des Wolfsmanagementplans fordern die Veranstalter Prävention und Schadenersatz. Im Fokus stünden Weidezäune. Hier seien Investitionen notwendig, da Wölfe hoch springen, sich unter Zäunen durchgraben und Elektrozäune durchbeißen könnten.

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