Kopf einschalten

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21. Januar 2016, 08:00 Uhr

Eine hektische Fingerbewegung, und schon hat man wieder ohne nachzudenken bei Facebook oder anderswo eine Nachricht geteilt. Vor allem wenn es um Kriminalität geht, verbreiten sich Informationen auf diese Art schneller als ein Lauffeuer. Und das leider unabhängig von Wahrheitsgehalt und tatsächlichem Nutzwert des Textes.

Dieses gerade wieder im Falle der falschen Rauchmelder-Kontrolleure grassierende Phänomen zu beklagen, hilft wenig. Schuld an der Entwicklung ist auch nicht das Internet. Die Lehre aus diesen und anderen Fällen sollte aber sein, auch beim Konsum der schnellen Online-Medien den Kopf einzuschalten, erst einmal durchzuatmen, bevor man Nachrichten weiterreicht.

Im Rauchmelder-Fall hat die Hysterie vielleicht sogar noch etwas Gutes. So unübersichtlich und widersprüchlich die Gesetzeslage auch sein mag – was bringt eine Rauchmelderpflicht ohne Sanktionen bei Verstoß? – , die kleinen, billigen Teile an der Decke können wirklich Leben retten. Wenn also jemand jetzt aus Furcht vor falschen oder echten Kontrolleuren, die es beide in Brandenburg nicht gibt, sich mit Rauchmeldern eindeckt, ist das unbedingt zu begrüßen.

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