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Bundestagswahl im September : Kommunen suchen 28.000 Wahlhelfer

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Bisher gibt es noch zu wenige Freiwillige. Kleine Extras sollen das ändern.

svz.de von
erstellt am 11.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Landesweit werden am 24. September rund 28 000 Wahlhelfer für die etwa 200 Wahllokale benötigt, wie das Innenministerium mitteilte. Viele Kommunen sind aber noch auf der Suche nach Wahlhelfern und lassen sich dafür einiges einfallen.

In Neuruppin sind schon fast alle Freiwilligen gefunden. „Von den 38 Wahlbezirken sind 28 komplett besetzt, in den übrigen fehlen ein bis zwei Personen, die durch die Wahlvorsteher noch gemeldet werden beziehungsweise durch verfügbare Personen von der Verwaltung noch benannt werden können“, sagte Sprecherin Michaela Ott.

Bei jeder Wahl werde ein persönliches Telefonat mit den Helfern der vergangenen Wahl geführt, die Stadt bedanke sich nochmals und frage, ob erneut Bereitschaft besteht. „Das Feedback zeigt, dass dies gut ankommt.“

In Oranienburg wurden die 299 Wahlhelfer bereits gefunden, teilte Sprecherin Susanne Zamecki mit. Die Stadt lockt mit mehr als dem gesetzlich vorgesehenen „Erfrischungsgeld“. 50 Euro bekommen Wahlvorsteher und Stellvertreter, 35 Euro die Beisitzer. Und Bürokratie wurden abgebaut: Das Erfrischungsgeld wird einfach überwiesen.

In Prenzlau ist der Zuspruch von Bürgern dagegen spärlich, hieß es aus dem Bürgermeisterbüro. Daher will man in den Behörden mobilisieren, um die 180 Jobs zu besetzen. „Derzeit wird in der Verwaltung selbst nachgefragt, wer sich freiwillig als Wahlhelfer zur Verfügung stellt.“ Mitarbeiter der Stadt erhalten für ihre ehrenamtliche Tätigkeit einen Tag Dienstbefreiung.

Die Stadt Bernau setzt bei der Werbung um Helfer auf kleine Köstlichkeiten. „Im Wahllokal werden Helfer mit frischem Obst, Gebäck und Getränken versorgt“, so Sprecherin Cornelia Fülling. Bernau benötigt 238 Wahlhelfer – bisher haben sich 145 gemeldet.

In Brandenburg an der Havel hieß es: „Es gibt keine besonderen Anreize oder Werbeaktionen bei der Wahlhelfergewinnung, jedoch wurde mit dieser sehr frühzeitig begonnen.“ 408 von 525 Wahlhelfern wurden gefunden.

In Frankfurt (Oder) werden 540 Wahlhelfer benötigt, 279 wurden bisher gefunden. „Jeder Helfer erhält 25 Euro Erfrischungsgeld, Wahlvorsteher 35 Euro“, verspricht die Stadt.  

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