Ernährungswirtschaft : Köstliches aus der Mark sehr gefragt

Brandenburgische Ernährungswirtschaft kann deutlich zulegen

svz.de von
15. August 2016, 15:50 Uhr

Die Ernährungswirtschaft in Brandenburg legt zu. Ob Wurst, Obst, Gemüse, Bier, Bonbons oder Käse: Lebensmittel aus märkischer Produktion – lange in den Läden vermisst – gewinnen an Bedeutung. Der Umsatz wächst, Arbeitsplätze entstehen.

Auf rund 3500 Unternehmen und mit fast 58 000 Beschäftigten kommt nach Angaben von Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) die gesamte Ernährungswirtschaft – von der Rohstoffproduktion über die Veredelung bis hin zur Logistik. Es handele sich damit um einen der bedeutendsten Wirtschaftszweige Brandenburgs. Zum Branchenkern – dazu werden den Angaben zufolge die technologisch-innovativen Unternehmen gerechnet, die tendenziell auch eigene Forschung und Entwicklung leisten – zählen demnach rund 920 Firmen mit gut 17 000 Beschäftigten. „Diese 920 Firmen konnten ihren Umsatz binnen fünf Jahren um rund 30 Prozent steigern – von 2,6 Milliarden Euro auf aktuell 3,4 Milliarden Euro“, betonte Gerber.

Die Verbraucher setzen nach Einschätzung des Ministers zunehmend auf regionale Lebensmittel, „auf Produkte, bei denen sie nachvollziehen können, woher sie stammen“. Das allein erkläre aber noch nicht den Erfolg der märkischen Ernährungswirtschaft: Die gute Entwicklung basiere nicht zuletzt darauf, dass es eine Vielzahl äußerst innovativer Brandenburger Unternehmen in der Branche gebe, so Gerber. Firmen, die dem gestiegenen Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung Rechnung trügen, die an der Nahtstelle von gesunder Ernährung und Lebensmittelindustrie neue Produkte etablierten und auch in der Vermarktung ihrer Waren neue Wege gingen.

Das Land habe die Entwicklung nach Kräften unterstützt – und tue dies weiterhin, betonte Gerber. Seit 1990 wurde die Ernährungswirtschaft mit rund 563 Millionen Euro gefördert. Damit seien Investitionen in Höhe von 2,7 Milliarden Euro angeschoben worden. Im Ergebnis seien rund 10 000 neue Arbeits- und 700 neue Ausbildungsplätze entstanden.

Jüngstes Förderprojekt sind 1,2 Millionen Euro für ein Besucherzentrum mit Verkostungsmöglichkeiten, Hofladen und Café der Hemme Milch GmbH in Schmargendorf.  

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