Kriminalität : Knapp eine Tonne Drogen aufgespürt

Knapp eine Tonne Drogen stellte die Brandenburgische Spezialeinheit in den vergangenen 20 Jahren sicher.
Knapp eine Tonne Drogen stellte die Brandenburgische Spezialeinheit in den vergangenen 20 Jahren sicher.

Polizei und Zollfahndung machen seit 20 Jahren in Brandenburg gemeinsame Sache.

svz.de von
04. Mai 2017, 05:00 Uhr

Brandenburger Spezialermittler von Landeskriminalamt und Zollfahndung haben seit 1997 zusammen knapp eine Tonne illegaler Drogen beschlagnahmt und 900 Strafverfahren eingeleitet. Zudem wurde auf Hinweise dieser Fahnder zahlreichen Dealern im Ausland das Handwerk gelegt. Das ist die Bilanz der „Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift“ (GER), bestehend aus Landespolizisten und Beamten der Finanzverwaltung. Die Spezialeinheit wurde vor zwei Jahrzehnten gebildet, um den zunehmenden, gut organisierten Drogenhandel in der Mark zu bekämpfen. „Wir haben durchweg gute Erfahrungen gemacht, weil wir zusammen noch schlagkräftiger gegen Dealerstrukturen vorgehen konnten“, erklärte Co-Chef Georg Herold vom Zoll. Er ist bereits seit 16 Jahren mit von der Partie.

Seine Truppe konnte in dieser Zeit einige „dicke Fische“ fangen. So vereitelte die GER eine Lieferung von 56 Kilo Amphetaminen aus den Niederlanden nach Berlin-Brandenburg, erklärte Herold. Zuletzt sprengte die Ermittlungsgruppe zusammen mit Kollegen einen Dealerring, der in der ganzen Hauptstadtregion und Mecklenburg-Vorpommern aktiv war. Beschlagnahmt wurden 138 Kilo Marihuana. Auch im Ausland konnten bemerkenswerte Treffer erzielt werden. So konnten vor 15 Jahren in den USA 600 000 Ecstasy-Pillen abgefangen werden, die Kuriere in die Vereinigten Staaten geschmuggelt haben.

Herold sagte, es sei nicht immer einfach, Dealern auf die Schliche zu kommen: „Es gibt eine hohe Dunkelziffer.“ Dennoch habe sich durch die Zusammenarbeit von Polizei und Zoll in der Spezialeinheit vieles zum Positiven entwickelt. In der GER liefen bei größeren, organisierten Drogendelikten in Brandenburg die Fäden zusammen. Nach Hinweisen – beispielsweise aus Polizeiinspektionen - starte in Eberswalde die Ermittlungsmaschinerie, so Herold. Wenn eine rote Linie überschritten sei, werde die Justiz eingeschaltet. Mit Gerichtsbeschlüssen in der Hand könnten dann die Kommunikationswege der Dealer überwacht oder Durchsuchungen veranlasst werden.

Für die GER werde die Arbeit auch in Zukunft nicht leichter, da Teile des Drogenhandels ins „Darknet“ verschwänden, Drogenpäckchen per Post zugestellt werden, erklärte LKA-Chef Dirk Volkland.  

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