zur Navigation springen

Kindertagesstätten: Einigung bei Rot-Rot

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Linke wollen Geringverdiener entlasten – Millionen für mehr Qualität

von
erstellt am 27.Sep.2016 | 16:24 Uhr

Brandenburgs rot-rote Koalition hat sich auf ein gemeinsames Konzept zur Qualitätsverbesserung in den Kindertagesstätten des Landes geeinigt. Für die von den Sozialdemokraten vorgeschlagene stärkere Förderung von Kitas in sozialen Brennpunkten, den Kietz-Kitas, stehen ab 2017 jährlich fünf Millionen Euro zur Verfügung. Zudem sollen acht Millionen Euro pro Jahr für die Freistellung von Kita-Leitern zur konzeptionellen Arbeit eingesetzt werden.

Auf Wunsch der Linkspartei sollen ab dem Kitajahr 2018/2019 zudem jährlich 15 Millionen Euro zur Entlastung von Eltern von Kita-Gebühren zur Verfügung stehen. Dies sei der Einstieg in die beitragsfreie Kita, sagte deren Fraktionsvorsitzender Ralf Christoffers. Genaue Pläne für die Umsetzung des Projekts gibt es nach Angaben des SPD-Fraktionschefs Mike Bischoff noch nicht.

Jedoch brachte Christoffers gestern ein Modell ins Gespräch, wonach etwa für das zweite Kind keine Beiträge mehr bezahlt werden sollten. Bischoff dagegen betonte, vor allem Arbeitnehmer mit geringem Einkommen entlasten zu wollen. Aufgeschoben sind Pläne der SPD, 40 Millionen Euro für bauliche Verbesserungen in Kindertagesstätten einzusetzen. Hierfür sollen 2018 zunächst nur zehn Millionen Euro im kommunalen Investitionsprogramm geplant werden.

Wie die beiden Fraktionschefs betonten, sollen die Neuregelungen vor allem durch erwartete Steuermehreinnahmen und durch die mit rund einer Milliarde Euro gut gefüllte Rücklage des Landes finanziert werden. Doch auch Umschichtungen im Haushalt seien denkbar.

Die oppositionelle CDU sprach sich gestern hingegen dafür aus, dass die Verbesserungen nicht nur Kindern von Geringverdienern zu Gute kommen sollten. „Wir wollen allen Kindern dieselben Chancen ermöglichen“, sagte der CDU-Fraktionschef Ingo Senftleben. Die Union spreche sich deswegen dafür aus, das letzte Kitajahr beitragsfrei und als ein für alle Kinder verpflichtendes Vorschuljahr zu gestalten.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen