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Entwurf für ein neues Schulgesetz : Keine Noten in der 1. und 2. Klasse

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Die rot-rote Landesregierung will das Schulgesetz anpassen – Auf den Zeugnissen der Kleinsten ersetzen Worte endgültig die Zahlen

svz.de von
erstellt am 15.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Brandenburgs Schüler der 1. und 2. Klasse sollen zukünftig verpflichtend keine Noten mehr bekommen. Stattdessen werde es flächendeckend eine schriftliche Leistungsbeurteilung geben, sagte Bildungsminister Günter Baaske (SPD) gestern. Das rot-rote Kabinett beschloss eine entsprechende Änderung des Schulgesetzes, der der Landtag noch zustimmen muss.

Mit der Neuregelung soll verhindert werden, dass in den sogenannten Flex-Klassen - zusammengefasste Klassen aus 1. und 2. Jahrgangsstufe - die einen Schüler Zeugnisse mit Noten bekommen und die anderen ohne. Bislang können Elternversammlungen und Klassenkonferenzen schriftliche Beurteilungen freiwillig einführen.

Die Gesetzesänderung soll auch die Einsatzmöglichkeiten für pädagogische Helfer im Unterricht erweitern. Sie dürfen nicht nur an Förderschulen, sondern künftig auch an Grundschulen eingesetzt werden, die gemeinsames Lernen von Schülern mit und ohne besonderen Förderbedarf anbieten.

Auch eine neue Schulbezeichnung wird im Gesetz verankert: die Schulzentren. Dabei handelt es sich um bereits existierende Zusammenschlüsse von Grundschulen mit Ober- oder Gesamtschulen - mit gemeinsamem Leiter und Konzept. Es werde weder eine neue Schulform noch ein neuer Abschluss geschaffen, betonte Baaske. Es gibt bereits 36 solcher Zusammenschlüsse im Land.

Aus den Reihen der Linken kamen prompt Vorschläge für Änderungen des Gesetzentwurfs: Die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion des Koalitionspartners, Kathrin Dannenberg, kündigte an, sich im Landtag dafür einsetzen zu wollen, dass weiterführende Schulen im ländlichen Raum auch als Schulen mit nur einer Klasse pro Jahrgang weiterexistieren können. Zudem solle die Demokratie an Schulen gestärkt werden.

 

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