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Landwirtschaft Brandenburg : Kein erlösender Regen in Sicht

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Anhaltende Trockenheit macht Landwirten und Kleingärtnern zu schaffen

svz.de von
erstellt am 27.Sep.2016 | 05:00 Uhr

Die anhaltende Trockenheit macht Brandenburgs Landwirten und Kleingärtnern zunehmend zu schaffen. Doch nicht nur auf Feldern und in Gärten ist die Lage angespannt, auch im Wasser wird die Dürre immer mehr zum Problem.

Wo der Mais noch steht, haben sich seine Blätter oft schon braun verfärbt. Jetzt nutzen märkische Landwirte jeden trockenen Tag, um die Pflanzen von den Äckern zu holen. Große Maishäcksler bestimmen das Bild auf den Feldern – und dicke Staubwolken, die sie bei ihren Fahrten über die Äcker aufwirbeln. Dass die Trockenheit der vergangenen Wochen Spuren hinterlassen hat, zeigt sich auch daran, welche Probleme die Bauern bei der Bodenbearbeitung haben. „Der Boden ist teilweise so trocken und fest, dass sie selbst mit schwerem Gerät nur schwer reinkommen“, sagt Ines Sennewald, Geschäftsführerin beim Bauernverband in Märkisch-Oderland. Zugleich führt der ausbleibende Regen dazu, dass die für das Wintergetreide bereits ausgebrachte Saat nicht keimt. Nun müssen die Bauern befürchten, dass das Korn nur wenige Wochen vor dem ersten Frost aufgeht. „Dann sind die Pflanzen aber noch sehr schwach und anfällig“, erläutert Sennewald.

In weiten Teilen Brandenburgs sind im September mit zehn bis 15 Millimetern gerade 20 Prozent der im Schnitt der vergangenen 20 Jahre üblichen Niederschläge gefallen.

Auch Brandenburgs Fischer sprechen von einer „prekären Situation“. Den Fischen fehle der Sauerstoff, sagt Lars Dettmann, Geschäftsführer des Landesfischereiverbandes Brandenburg-Berlin. „Wir warten sehnlichst auf Wind und Regen, damit die Gewässer umgewälzt werden und Sauerstoff aufnehmen können.“

Auch die Kleingärtner leiden unter den Folgen der Trockenheit. „In dieser Saison mussten wir doppelt so viel gießen wie sonst“, sagt Peter Koebcke, Fachberater beim Regionalverband der Gartenfreunde in Fürstenwalde (Oder-Spree). „Sonst hätten wir nichts zum Ernten gehabt.“ Zudem seien viele Laubenpieper unzufrieden mit der Apfelernte. „Nach dem milden Winter sind die Bäume zwar knackevoll mit Früchten. Aber sie tragen nur sehr kleine Äpfel“, berichtet Koebcke.

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