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Der Tag des Erwachsenwerdens : Jugendweihe bleibt interessant

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Weltliches und Kirchliches unterschiedlich beliebt

svz.de von
erstellt am 06.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Firmung, Konfirmation oder Jugendweihe: Weltliche und kirchliche Feiern zum Eintritt ins Erwachsenenleben bleiben wichtig für Jugendliche in Brandenburg. Beim Humanistischen Verband Deutschlands sind die Anmeldungen für 2017 mit rund 3700 leicht angestiegen, wurde in Berlin mitgeteilt. Weitere 1600 junge Menschen wollen an Feiern des Vereins Jugendweihe Berlin/Brandenburg teilnehmen. Den Angaben zufolge sind das ähnlich viele wie 2016.

Bei der Jugendweihe bekommen die Teenager auf einer Bühne eine Blume und ein Buch überreicht. Begleitend treten Tänzer, Musiker oder Komiker auf. „Wir stellen die persönliche Würdigung der Jugendlichen ins Zentrum“, sagte Daniel Pilgrim, Projektleiter beim Humanistischen Landesverband. Das werde von den Familien geschätzt.

Bei den Kirchen ist das Interesse niedriger. Die Teilnehmerzahlen sind aber stabil: 2015 ließen sich nach Angaben der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz rund 2340 junge Brandenburger konfirmieren.

„Wir erwarten ein gleichbleibendes Interesse“, hieß es von Sprecherin Heike Krohn-Bräuer in Hinblick auf 2016 und das laufende Jahr. „In der Konfirmandenzeit lernen Jugendliche zentrale Glaubensinhalte kennen und suchen gemeinsam nach dem, was dem Leben Halt gibt“, heißt es in einer schriftlichen Antwort. Die Konfirmandenzeit stelle ein „Kernstück der evangelischen Biografie“ dar und sei eines der wichtigsten Feste in protestantischen Familien.

Laut katholischer Kirche gab es in 2015 etwa 260 Firmungen in Brandenburg. Nach Angaben des Erzbistums Berlin seien die Zahlen stabil. „Wer in der sogenannten Diaspora katholisch ist, lebt seinen Glauben relativ bewusst. Für die Familien gehört die Firmung zum Erwachsenwerden der Kinder wesentlich dazu“, sagt Stefan Förner, Pressesprecher des Erzbistums Berlin. Beide Kirchen erheben die Zahlen erst im Folgejahr.

 

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