Jugendliche stärker beteiligen

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11. Dezember 2010, 01:57 Uhr

Potsdam | Wissenschaftler fordern mehr Angebote für Jugendliche zur Wertebildung. Dazu gehöre unter anderem besser qualifiziertes, "wertesensibles" Personal in der Jugendarbeit, sagte der Oldenburger Universitätsprofessor Karsten Speck bei der Vorstellung einer Studie über Wertebildung bei Jugendlichen in Brandenburg gestern in Potsdam. Zudem sollten Kommunen mehr Beteiligungsformen für Jugendliche anbieten, forderte der Potsdamer Professor Wilfried Schubarth, der gemeinsam mit Speck und einem weiteren Wissenschaftler Herausgeber der Studie ist. Junge Erwachsene fühlten sich innerhalb der Gesellschaft oft überflüssig und als Störenfriede. Ihre Interessen müssten stärker berücksichtigt werden. Auch in der Schule müsse verstärkt Wertevermittlung betrieben werden. Um das Wertebewusstsein der Lehrer zu fördern, seien mehr Angebote während des Lehramtsstudiums nötig. Bei der im Oktober vorgestellten Studie über Jugendliche in Brandenburg habe sich ein "starker Zukunftsoptimismus" gezeigt, sagte Bildungsminister Holger Rupprecht (SPD). Dieser habe sich seit der Wende gesteigert, genauso wie etwa die Bereitschaft, sich für andere einzusetzen. "Von einem Werteverfall kann keine Rede sein." Jedoch habe sich gezeigt, dass Vorbilder eine wichtige Funktion bei der Wertebildung einnähmen. Die Vorschläge der Experten begrüßte Rupprecht, konkrete Zusagen wollte er angesichts der klammen Haushaltslage allerdings nicht machen. Er versprach, das Netz von Jugendangeboten vor allem im ländlichen Raum weiter zu fördern.

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