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Nichtschwimmer : Jeder Vierte kann nicht schwimmen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Schulschwimmen ist in der Mark Pflicht. Die Prignitz steht inzwischen besser da als der Brandenburger Durchschnitt.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) schlägt Alarm: Immer weniger Menschen können schwimmen. Am Ende der vierten Klasse erreicht bundesweit gerade noch die Hälfte der Schüler das Freischwimmerabzeichen. Jeder vierte Erwachsene kann laut DLRG nicht oder nur sehr schlecht schwimmen. Ende der 1980er lag der Anteil der Schwimmer noch um zehn Prozent höher.

Als Gründe für die schlechten Zahlen sieht die DLRG Bäderschließungen und ausfallenden Schwimmunterricht an. Seit 2007 seien bundesweit rund 300 Bäder geschlossen werden, weitere 500 bangten um ihre Existenz.

In Brandenburg ist Schulschwimmen in allen Rahmenplänen verankert. Unregelmäßig wird etwa alle fünf Jahre die Zahl der Nichtschwimmer erhoben. „Deren Anteil ist in Brandenburg in der fünften Jahrgangsstufe insgesamt auf 5,5 Prozent (2010/11 d. Red.) zurückgegangen, 2005/6 waren es noch 10,2 Prozent“, so Ministeriumssprecher Stephan Breiding.

Schwimmen findet verbindlich in der Grundschule und in der Sekundarstufe I statt. Dafür werden die Schulen mit ensprechenden Lehrern ausgestattet, heißt es. Brandenburg sei zudem ausreichend mit Schwimmbädern ausgestattet. „Wir haben flächendeckend keine Lücken. Bei größeren Entfernungen gibt es meist Kooperationen zwischen Schulen und Einrichtungen“, so Breiding. Üblich sei ein gebündelter Unterricht, zum Beispiel in Form eines Schwimmlagers, in dem Grundlagen vermittelt werden. „Jedoch brauchen die Schüler weitere Übungseinheiten. Hier sind die Eltern in der Verantwortung. Das ist wie Lesen lernen. Die Schule übernimmt das Beibringen, es ist aber immer eine Trainingssache“, so Breiding. Die hohe Zahl an Nichtschwimmern kann sich der Ministeriumssprecher nur durch sehr hohe Anteile unter den Erwachsenen und Widrigkeiten in einzelnen Lebensläufen erklären.

Doch auch in der Prignitz lag die Zahl der schwimmunkundigen Viertklässler im Schuljahr 2005/06 noch bei 19,39 Prozent. In der aktuellen Erhebung (2010/11) liegt die Prignitz mit 3,85 Prozent jedoch deutlich besser als der Brandenburgschnitt. Selbst diese Zahl könnte sich im Laufe der Zeit revidieren, wie Breiding erklärt. „Dies ist ja lediglich ein Zwischenstand in der vierten Jahrgangsstufe. Es folgt dann noch das Angebot in Sekundarstufe I.“

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