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Brandenburg

19. November 2017 | 13:41 Uhr

Im Handwerk läuft es rund

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Konjunkturumfrage unter 366 Betrieben in Ostbrandenburg / Aber kaum Neueinstellungen geplant

Die Konjunktur im Brandenburger Handwerk zeigt sich ausgesprochen stabil. Die Betriebe profitieren von der Kauflust der Verbraucher. Auch für die kommenden Monate sehen die Unternehmen keinen Einbruch voraus.

„Dem Ostbrandenburger Handwerk geht es im Durchschnitt gut“, sagte Uwe Hoppe, Hauptgeschäftsführer der Frankfurter Handwerkskammer, am Donnerstag. Das belege die aktuelle Konjunkturumfrage unter 366 Betrieben zwischen Schwedt und Neuzelle. Demnach zeigten sich 84,4 Prozent der befragten Firmen mit ihrer Geschäftslage mindestens zufrieden. Das ist exakt der gleiche Wert wie vor einem Jahr. Dies zeige, dass die Konjunktur weiter anhalte, sagte Hoppe. Wobei er darauf verweist, dass der Anteil der guten Bewertungen über lange Sicht gestiegen ist. Zum Vergleich: Vor einem Jahrzehnt sprachen lediglich vier von zehn Firmen von guten oder zumindest zufriedenstellenden Geschäften.

„Das Handwerk profitiert von der stabilen Binnennachfrage“, betonte Astrid Köbsch, die bei der Kammer die Gewerbeförderung leitet. Sie verwies darauf, dass in fast allen Gewerken die positive Stimmung überwiege. Spitzenreiter ist das Ausbaugewerbe, wo fast 94 Prozent der Betriebe mit ihrer Geschäftslage mindestens zufrieden sind. Sehr gut sei die Situation auch im Nahrungsmittel- und im Gesundheitsgewerbe. Etwas verhaltener, aber stabil zeigt sich das Kfz-Gewerbe. Auffällig ist, dass sich größere Handwerksfirmen zufriedener zeigen als kleine Betriebe.

Die Erwartungen für das Frühjahr und den Sommer sind durchweg positiv: Mehr als neun von zehn Firmen hoffen, dass die Geschäftslage gut oder befriedigend bleibt. Nur acht Prozent rechnen mit einer Verschlechterung. Ein Grund dafür dürfte sein, dass die überwiegende Mehrheit der Betriebe eine stabile Auftragslage meldet. Am besten sieht es damit im Bau- und Ausbaugewerbe aus.

Trotz dieser insgesamt erfreulichen Entwicklung gebe es „keine nennenswerten Steigerungen“ beim Personalbestand, merkte Hoppe an. Nicht einmal sieben Prozent der befragten Firmen erhöhten ihre Mitarbeiterzahl. Dagegen bauten 17,5 Prozent der Firmen sogar Personal ab. Besonders im Kfz-Gewerbe wurden Stellen gestrichen. Immerhin planen 15 Prozent der Firmen, in den kommenden Monaten neue Stellen zu schaffen.

„Wir haben auch eine sinkende Investitionsquote“, merkte Hoppe an. Auf die Frage zu den Investitionen der vergangenen drei Monate ergab sich eine Durchschnittssumme von 5713 Euro pro Unternehmen. Vor einem Jahr war es fast doppelt so viel gewesen. Hoppe erklärt dieses Minus unter anderem mit dem schleppenden Übergang in die neue Förderperiode: „Das wird sich sicher wieder einpendeln.“  

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