Unglück : Hilfe nach dem Hauseinsturz

Blumen liegen am Grundstück in Hohen Neuendorf, auf dem sich die Explosion in einem Wohnhaus ereignete.
Blumen liegen am Grundstück in Hohen Neuendorf, auf dem sich die Explosion in einem Wohnhaus ereignete.

Sie haben in Hohen Neuendorf ihre Wohnung und alle persönlichen Dinge verloren / Die Stadt überlässt die Menschen nicht ihrem Schicksal

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10. März 2020, 05:00 Uhr

Nach dem Einsturz eines Wohnhauses in Hohen Neuendorf (Oberhavel) unterstützt die Stadt die betroffenen Bewohner. Sie besäßen nur noch, was sie auf dem Leibe tragen, sagte Bürgermeister Steffen Appelt (CDU) am Montag. „Die Menschen wirken aber gefasst.“ Es stünden Notfallseelsorger und Mitarbeiter des Sozialamtes bereit.

Das Wohnhaus war am Samstag aus unbekannter Ursache eingestürzt. Eine 60-Jährige kam ums Leben. Ein weiterer Toter konnte noch nicht identifiziert werden, sagte die Sprecherin der Polizeidirektion Nord, Dörte Röhrs. Er war unter einem Schuttberg gefunden worden. Vier Menschen wurden nach den Angaben verletzt, einer davon schwer. Die Mieter, die ihre Wohnungen verloren haben, seien zunächst bei Verwandten oder Bekannten untergekommen, berichtete Appelt. Jetzt werde neuer Wohnraum gesucht.

Die Anteilnahme in Hohen Neuendorf mit den Opfern sei groß, hob der CDU-Politiker hervor. Er bitte aber, von Sachspenden zunächst Abstand zu nehmen. „Wir müssen erst sehen, was gebraucht wird.“ Die Stadt habe unterdessen ein Spendenkonto für die Betroffenen eingerichtet.

Nach Angaben von Polizeisprecherin Röhrs ist weiter unklar, was das Unglück verursacht hat. Eine Gasexplosion sei nicht auszuschließen. „Wir müssen das prüfen.“ Kriminaltechniker tragen den Schutt Stück für Stück ab. Das werde einige Tage dauern. „Dabei wird auch geschaut, ob noch persönliche Dinge der Hausbewohner zu finden sind.“ Erst wenn die Untersuchungen abgeschlossen seien, werde der Tatort freigegeben.

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