zur Navigation springen
Brandenburg

22. Oktober 2017 | 15:51 Uhr

Hilfe für Flüchtlinge

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Ein Jahr Gesundheitskarte – Ministerin sieht weniger Bürokratie

von
erstellt am 16.Jun.2017 | 05:00 Uhr

Ein Jahr nach Einführung der elektronischen Gesundheitskarte für Flüchtlinge hat Brandenburgs Gesundheitsministerin Diana Golze (Linke) gestern eine positive Zwischenbilanz gezogen. „Durch die Gesundheitskarte entfällt ein erheblicher Verwaltungsaufwand in den Kommunen.“ Einen Missbrauch der Karten habe es nicht gegeben.

Die erste Beigeordnete des Landkreises Teltow-Fläming, Kirsten Gurske, erläuterte, im bisherigen System hätten Verwaltungsmitarbeiter entschieden, ob eine Behandlung medizinisch notwendig sei. Das habe zu vielen Gutachten des Gesundheitsamtes geführt. Die Einführung der Karte habe Sozial- und Gesundheitsamt spürbar entlastet. Derzeit beteiligen sich 13 Landkreise und kreisfreie Städte am Projekt. Der Landkreis Elbe-Elster wird ab 1. Oktober am Projekt teilnehmen. Auch Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße hätten Interesse bekundet. Nur Märkisch-Oderland und Ostprignitz-Ruppin wollen am alten System festhalten.

Der stellvertretende Landrat von Märkisch-Oderland, Friedemann Hanke, sprach von einem funktionierenden System. Mit der Gesundheitskarte verlöre der Landkreis Steuerungsmöglichkeiten. Es gebe feste Verträge mit Ärzten und besondere Sprechstunden für Flüchtlinge, der Andrang in den Wartezimmern halte sich in Grenzen.

Wie Versicherte der Krankenkassen erhalten Flüchtlinge eine Chipkarte, über die Ärzte Behandlungen laut Asylbewerberleistungsgesetz mit den Krankenkassen abrechnen. Diese lassen sich die Kosten von Kreisen und kreisfreien Städten erstatten. Zuvor mussten Asylbewerber auch in Notfällen einen Berechtigungsschein im Sozialamt beantragen. Im Unterschied zu gesetzlich Krankenversicherten werden Flüchtlinge nur bei akuten Erkrankungen und Schmerzzuständen behandelt und erhalten Impfungen.  



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen