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Brandenburg : Handwerk auf der Erfolgswelle

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Brandenburger Betriebe melden beste Geschäftslage seit Jahren

svz.de von
erstellt am 13.Okt.2015 | 15:49 Uhr

Dem brandenburgischen Handwerk geht es insgesamt gesehen sehr gut. „Die insgesamt positive Wirtschaftslage in Deutschland, ein niedriges Zinsniveau, Währungsunsicherheiten und Inflationsängste beflügeln seit längerem den privaten Konsum, Sachinvestitionen und nicht zuletzt Bautätigkeit“, erklärte die Handwerkskammer Frankfurt (Oder).

„Deutschland ist der Motor in Europa, und das Handwerk ist die treibende Kraft dieses Motors“, sagt der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Frankfurt (Oder)/Region Ostbrandenburg, Uwe Hoppe. Diese Aussage belegen die gestern vorgestellten Herbstumfragen der drei brandenburgischen Handwerkskammern Potsdam, Cottbus und Frankfurt (Oder). Demnach bezeichnen in Ost- und Südbrandenburg 91 Prozent und in Westbrandenburg sogar knapp 93 Prozent der befragten Betriebe ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend. Das sind die besten Werte seit Anfang des Jahrhunderts. Gleichzeitig fiel der Anteil der unzufriedenen Firmen in den einstelligen Bereich – im Osten Brandenburgs erstmals auf 8,7 Prozent.

Besonders rund läuft es den Umfragen zufolge im Bauhaupt- und Ausbaugewerbe: Dank der ungebrochenen Nachfrage nach Wohngebäuden sprechen hier 93 bis 96 Prozent der Firmen von guten oder zufriedenstellenden Geschäften. Etwas verhaltener, aber immer noch deutlich positiv sind die Einschätzungen des Gesundheitshandwerks und der Nahrungsmittelgewerke. Selbst das Kfz-Gewerbe, das vor zwei Jahren noch Probleme hatte, ist „aus dieser Delle wieder raus“, wie Hoppe anmerkt. Etwa jedes vierte Unternehmen konnte die Umsätze steigern.

Neben Baufirmen profitierten auch Bäcker und Fleischer. Die meisten Firmen sind gut ausgelastet: So haben zwei Drittel der Ostbrandenburger Handwerksbetriebe mindestens bis zum Jahresende Aufträge vorliegen.

Im Gebiet der Potsdamer Kammer beurteilt jeder fünfte Unternehmer die Auftragslage als für die Jahreszeit überdurchschnittlich gut: Das sind acht Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. Dementsprechend zeigen sich die meisten Unternehmen auch für die nächsten Monate optimistisch.

Die konjunkturelle Entwicklung hat allerdings noch keine Trendwende bei den Investitionen eingeleitet. Im Osten Brandenburgs blieb das Investitionsniveau stabil bis leicht rückläufig. Im Westen ist der Anteil der Betriebe, die investieren, gegenüber dem Vorjahr von 38 auf 29 Prozent gesunken.

Die Beschäftigtenzahl im Brandenburger Handwerk blieb stabil: Im Osten des Bundeslandes hielten 81 Prozent, im Westen 87 Prozent am Personalbestand fest. Auch für die kommenden Monate wird mit einer stabilen Beschäftigtenzahl gerechnet. „Die Einstellung zusätzlicher Mitarbeiter hängt allerdings maßgeblich davon ab, ob die Betriebe gut qualifizierte Fachkräfte in ausreichender Zahl finden und ob sie die vorhandenen Ausbildungsplätze besetzen können“, heißt es im Frankfurter Konjunkturbericht.

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