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Diskussion um Messeteilnahme : Grüne kritisieren Grüne-Woche-Aussteller

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Teilnahme von Eierproduzent "Landkost-Ei" beschäftigte sogar den Landtag

svz.de von
erstellt am 17.Jan.2017 | 16:00 Uhr

Die Teilnahme des Eierproduzenten „Landkost-Ei“ in der Brandenburg-Halle der Internationalen Grünen Woche hat vor einer Aktuellen Stunde im Potsdamer Landtag, in der sich das Landesparlament heute auf Antrag der SPD mit der Förderung regional erzeugter Produkte beschäftigen will, weiter für Aufsehen in der Potsdamer Politik gesorgt. Das Unternehmen, das seit Jahren in der Kritik von Tierschutzverbänden steht, war in der Vorwoche von Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD) als neuer Aussteller vorgestellt worden.

„Dass sich diese Firma auf der Grünen Woche präsentiert, ist nicht schön“, sagte gestern der Landtagsabgeordnete der Grünen, Benjamin Raschke. „Das Problem ist aber, dass so eine Firma überhaupt in Brandenburg existiert und vom Minister unterstützt wird.“

Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) hatte bereits im Vorfeld dazu Stellung genommen, dass mit „Landkost-Ei“ aus Bestensee eine Firma in der Brandenburg-Halle ausstellt, der mehrfach tierquälerische Haltungsmethoden vorgeworfen wurden. Dass die Firma ein Jahr nach der Volksinitiative gegen Massentierhaltung dort auftrete, sei kein politisches Signal. „Die Stände in der Halle werden ausgeschrieben“, so Vogelsänger. „Da gibt es ein Auswahlverfahren, das wird nicht vom Minister festgelegt.“

Die Grünen kündigten einen Entschließungsantrag für ein Wassergesetz an, das dem Schutz der Ressource Wasser oberste Priorität verleihen soll. Zudem erinnern sie an den noch immer ausstehenden Gesamtplan zum Umgang mit der braunen Spree und fordern höhere Prämien für konventionelle Landwirte, die auf Bio-Produktion umsteigen wollen.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, Björn Lüttmann (SPD), hob hervor, unter den Ausstellern der Brandenburg-Halle seien 25 kleine und mittlere Öko-Betriebe. Nach dem Volksbegehren zur Massentierhaltung wolle sich die Landesregierung für möglichst tiergerechte Haltungsanlagen mit möglichst hohen Standards einsetzen, sagte Lüttmann.

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