Großbrand in Scheune gibt Rätsel auf

Polizei beziffert Schaden in Osterne bei Zehdenick auf rund eine Million Euro

svz.de von
09. Dezember 2013, 00:34 Uhr

Gigantischer Schaden ist bei einem Feuer am Wochenende in Osterne entstanden. Eine Scheune mit 380 Strohballen war in der Nacht zu Sonnabend abgebrannt. Die Löscharbeiten dauerten bis Sonntag. Kurz vor dem Feueralarm hatte es in dem Dorf noch einen rätselhaften Stromausfall gegeben.

Gegen 2 Uhr in der Frühe wurde am Sonnabend gemeldet, dass eine Scheune in voller Ausdehnung in Flammen steht. Neben dem Vorrat aus gepressten Strohballen befanden sich darin außerdem drei Traktoren, ein Mähdrescher sowie ein Düngerstreuer. Die Polizei bezifferte den Schaden am Sonntag auf rund eine Million Euro. Personen wurden durch das Feuer nicht verletzt. Die Brandbekämpfer konnten ein Übergreifen der Flammen auf nahe gelegene Wohnhäuser und Nebengelasse verhindern. Die Polizei ermittelt wegen schwerer Brandstiftung.

Mit 40 Mann und elf Löschfahrzeugen rückten die Feuerwehren aus Zehdenick an, die Kameraden aus Gransee kamen mit einem Fahrzeug und der Drehleiter zur Hilfe. Nachdem feststand, dass die riesige Scheune nicht gelöscht werden kann, ließ die Feuerwehr den Bau kontrolliert abbrennen. „Bis Sonnabend, 9 Uhr, waren wir in der vollen Stärke vor Ort“, berichtete Zehdenicks Stadtbrandmeister Gerd Ritter. Anschließend blieben Brandwachen da. Zuerst war noch versucht worden, mit Hilfe schwerer Technik Strohballen aus der Halle zu retten. „Doch das Fahrzeug, mit dem sich die Ballen stapeln ließen, ist mit abgebrannt“, sagte Ritter. Erst am Sonntag gegen Mittag war das Feuer vollständig gelöscht, der Fall konnte an die Kriminalpolizei übergeben werden.

„Die Löscharbeiten waren sehr aufwendig“, sagte Gerd Ritter. Zum Glück hatte die Stadt vor einiger Zeit neue Löschbrunnen in der Nähe bauen lassen, erklärte der oberste Zehdenicker Brandbekämpfer. „Ohne die hätte es eng ausgesehen. Die eine Zisterne vor Ort haben wir zweimal komplett leergezogen.“

Genaue Gründe dafür, dass die Polizei an Brandstiftung glaubt, ist zurzeit noch unklar. Es seien zunächst keine Ursachen dafür erkennbar gewesen, dass sich die Halle selbst entzündet haben könnte, hieß es am Sonntag aus der Oranienburger Wache.

In der Brandnacht registrierte die Polizei außerdem einen Einbruch von Unbekannten in eine Trafostation der Edis in der Hellberger Straße in Osterne. Der oder die Täter beschädigten die Station derart, dass es zwischen 1 und 1.30 Uhr am Sonnabend zu einem Stromausfall kam. In dem Fall ermittelt die Kripo auch. Von der Polizei hieß es am Sonntag, ein Zusammenhang der beiden Geschehnisse könne noch nicht bestätigt werden.

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