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Mehr Fälle in Brandenburg : Grippefälle in der Mark verdreifacht

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Gesundheitsministerium registriert bislang 3000 Erkrankungen

svz.de von
erstellt am 27.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Die Grippewelle hat die Brandenburger in diesem Jahr relativ stark erwischt. Das Potsdamer Gesundheitsministerium registrierte in den ersten acht Wochen dieses Jahres 3053 Fälle, mehr als dreimal so viele wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres (959 Fälle). Vier Menschen sind seit dem Beginn der Influenza-Saison im vergangenen Herbst an der Krankheit gestorben, doppelt so viele wie in der gesamten Saison 2015/16.

In der vergangenen Woche ging die Zahl der Neuerkrankungen allerdings deutlich zurück. Es gab mit 302 Fällen weniger als halb so viele wie in der Vorwoche (636). Die tatsächlichen Zahlen nicht im Labor bestätigter Fälle dürften allerdings deutlich höher liegen.

Die Zahl der Grippefälle schwankt von Saison zu Saison stark. In der gesamten Vorjahressaison hatte es in Brandenburg rund 3600 Grippe-Erkrankungen gegeben, genau so viele wie im Jahr 2013. Deutlich weniger waren es im Jahr 2014 (227) und 2012 (277).

Die meisten Grippekranken gab es seit Jahresanfang in Landkreis Teltow-Fläming mit 463 Fällen – eine Quote von knapp 289 Kranken auf 100 000 Einwohner. Die Influenza grassierte auch in den Landkreisen Potsdam-Mittelmark mit 405, im Landkreis Oder-Spree mit 362 und im Havelland mit 309 Fällen. Den geringsten Krankenstand meldeten die Prignitz mit 28 registrierten Fällen und Ostprignitz-Ruppin (18).

Die wichtigste Schutzmaßnahme sei die jährliche Impfung gegen Influenza, betonten die Experten des Robert Koch-Instituts (RKI).

Typisch für eine Erkrankung seien ein plötzlich einsetzendes starkes Krankheitsgefühl, verbunden mit Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen. Später komme auch trockener Reizhusten hinzu.

Das Ansteckungsrisiko könne durch einfache Hygienemaßnahmen verringert werden, empfiehlt das Robert-Koch-Institut. Wichtig sei, sich mehrmals täglich die Hände mit Seife zu waschen. Beim Husten und Niesen sollten sich Kranke nicht die Hand vor den Mund halten, sondern besser in die Armbeuge schneuzen.

 

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