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Gedenkfeier : Golze und Markov erinnern an Gräuel der Konzentrationslager

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

71 Jahre nach der Befreiung der Konzentrationslager in Brandenburg gibt es immer noch Überlebende aus vielen Ländern, die an die Orte des Schreckens zurückkehren.

svz.de von
erstellt am 17.Apr.2016 | 21:00 Uhr

Brandenburgs Sozialministerin Diana Golze und Justizminister Helmuth Markov (beide Linke) haben bei Gedenkfeiern an die Befreiung der ehemaligen Konzentrationslager Ravensbrück und Sachsenhausen vor 71 Jahren erinnert. Golze dankte den Überlebenden für ihre Teilnahme an dem Gedenken. „Meine Achtung gilt Ihnen, die Sie als junge Menschen die Gräuel des menschenverachtenden, entwürdigenden und mörderischen Lagerlebens erleiden mussten und nun zurück an diesen Ort gekommen sind, um gemeinsam mit uns zu gedenken, uns zu mahnen - für die Zukunft“, sagte Golze heute in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück.

Zu der Feier waren rund 25 Überlebende aus Polen, Deutschland, Frankreich und Israel angereist. Nach Ravensbrück hatten die Nationalsozialisten etwa 130 000 Frauen, 20 000 Männer sowie 900 Kinder und Jugendliche verschleppt. Die Diskussionen um die aktuelle Flüchtlingspolitik zeigten, wie wichtig es sei, neues rechtes Gedankengut zu bekämpfen und ausländerfeindlichen Übergriffen zu begegnen, sagte die Ministerin.

Wie Golze legte auch Markov in der Gedenkstätte Sachsenhausen in Oranienburg einen Kranz nieder. Auch er dankte den wenigen noch lebenden ehemaligen Häftlingen, die an den Ort des Schreckens zurückgekehrt waren. „Sie bezeugen mit ihrer Gegenwart, mit ihrem Leben, die schrecklichen Geschehnisse“, sagte der Minister. „Mehr noch als jede noch so schreckliche Zahl.“ Der Kontakt mit den vielen Besuchern der Gedenkstätten, vor allem mit jungen Menschen, gebe ihnen die Möglichkeit, ihre Erinnerungen zu teilen und Erfahrungen zu vermitteln, zu trauern und zu mahnen.

 

 

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