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Reifenplatzer auf A10 : Giftige Dämpfe nach Lkw-Unfall

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Südlicher Berliner Ring bleibt nach Brand eines Gefahrguttransporters gesperrt

svz.de von
erstellt am 27.Apr.2016 | 20:45 Uhr

Nach dem Unfall mit einem brennenden Gefahrengut-Transporter bleibt der südliche Berliner Ring gesperrt. Die Fahrbahn ist am Unfallort in der Nähe des Autobahndreiecks Nuthetal (Potsdam-Mittelmark) in westliche Richtung bis morgen Mittag nicht befahrbar, wie die Polizei heute mitteilte. Der Verkehr auf der A10 wird ab dem Autobahndreieck Nuthetal und ab der Anschlussstelle Ludwigsfelde Ost um den Unfallort herumgeleitet.

Nach Angaben des Landesbetriebs Straßenwesen Brandenburg müssen etwa 200 bis 300 Quadratmeter Asphalt ersetzt werden. Das Wrack des Lasters wird nach Angaben des Landkreises Potsdam-Mittelmark von Spezialisten gesäubert. Am Unfallort hatten sich am Dienstag giftige Dämpfe gebildet. Aus dem Löschwasser der Feuerwehr und den ausgelaufenen Chemikalien habe sich Fluorwasserstoff gebildet, hieß es. Das Gas kann tödlich sein, wenn man zuviel davon einatmet. Gefahr für Anwohner habe jedoch nicht bestanden, hieß es vom Landkreis. Vier Einsatzkräfte, die zunächst ohne Atemmasken und Schutzanzüge am Unfallort waren, hätten vorübergehend unter Brechreiz, Schwäche und Hautrötungen gelitten. Etwa 90 Einsatzkräfte seien vorsorglich untersucht worden; Verletzte habe es unter ihnen nicht gegeben.

Der Unfall ist ersten Erkenntnissen zufolge vermutlich durch einen Reifenplatzer an der Vorderachse verursacht worden. Der 34-jährige Fahrer des Lastwagens war von der Fahrbahn abgekommen und in den Gegenverkehr gekippt. Der Transporter war danach in Brand geraten, weil ausgelaufener Kraftstoff sich entzündet hatte. Der Fahrer wurde leicht verletzt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf mindestens 86 000 Euro.

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