Feuerwehreinsatz : Fünf Pferde im Stall verbrannt

Ursachenforschung: Was das Feuer in dem Stall einer Familie in Giesensdorf ausgelöst hat, ist derzeit noch unklar. Kriminaltechniker untersuchen die Ruine, um den Brandherd zu ermitteln.
Ursachenforschung: Was das Feuer in dem Stall einer Familie in Giesensdorf ausgelöst hat, ist derzeit noch unklar. Kriminaltechniker untersuchen die Ruine, um den Brandherd zu ermitteln.

Feuer greift in Giesensdorf (Oder-Spree) auf Wohnhaus über / Eigentümer im Schlaf überrascht / Kriminaltechniker untersuchen Ursache

von
07. November 2017, 21:00 Uhr

In der Nacht zu Dienstag sind bei einem Scheunenbrand in Giesensdorf (Oder-Spree) fünf Pferde, ein Schaf und eine Ziege verendet; eine Kuh musste eingeschläfert werden. Die Eigentümer selbst sind nur knapp den Flammen entkommen, wurden nicht verletzt. Die Brandursache wird noch ermittelt.

Traurig hält Dagmar Zegar ein paar rußverschmierte Hufeisen in den Händen. Die Eisenteile, die landläufig für Glück stehen, haben dieses Mal kein Glück gebracht. Wenige Stunden ist es erst her, dass der gesamte Stall samt einem Anbau lichterloh brannte, fünf Pferde, ein Schaf und eine Ziege kamen darin um, eine Kuh musste eingeschläfert werden.

Vom Stall stehen nur noch die verkohlten Außenmauern, der gesamte Hof ist vom Löschwasser aufgeweicht. Die Brandursache ist noch unklar, zwei Beamte der Kriminaltechnik stochern am Dienstag in den Trümmern. „Das ist bei größeren Bränden, bei denen die Ursache nicht bereits durch die Feuerwehr festgestellt wird, so üblich“, erläutert Polizeisprecher Bernd Böttcher.

Womöglich haben die Hufeisen doch ein wenig Glück im Unglück gebracht, denn das Feuer hatte bereits auf den Giebel des nur wenige Meter entfernten Wohnhauses übergeschlagen, in dem Dagmar Zegar und ihre Tochter Kathrin Sobek schliefen. „Die Feuerwehrsirene im Ort hat uns geweckt“, berichtet Kathrin Sobek. „Mein Bett steht direkt neben der Stelle, wo der Brand an unserem Wohnhaus anfing“, so die sichtlich geschockte junge Frau. Ihren Hütehund „Buddy“ konnten die Frauen gerade noch aus dem Nebengebäude des Stalls herausholen.

Das Feuer muss vor 1 Uhr ausgebrochen sein. Es hatte rasant das ganze Stallgebäude ergriffen. Ein Dorfbewohner, der durch Hundebellen geweckt worden war, alarmierte die Feuerwehr, berichtet der Wehrführer der Gemeinde Tauche, Karsten Schwebe. „Als wir kamen, hatten wir bereits einen Vollbrand.“ 45 Feuerwehrleute aus Giesensdorf, Tauche, Lindenberg, Stremmen, Ranzig und Görsdorf waren neun Stunden lang im Einsatz, um das Wohnhaus zu retten. Der Brand und das Löschwasser haben das Wohnhaus dennoch stark in Mitleidenschaft gezogen. Nur die Zahnarztpraxis von Dagmar Zegar, die an der Straßenseite eingerichtet ist, blieb ohne Folgeschäden.

„Davor hatten wir uns immer gefürchtet, ein Albtraum!“, kommentiert Dagmar Zegar das Unglück. Eine Erklärung für das Feuer hat sie nicht. „Die gesamte Elektroanlage habe ich erst vor sechs Jahren neu machen lassen.“ Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 150 000 Euro. Dagmar Zegar und ihre Tochter sind über den Verlust ihrer Tiere sehr traurig. „Wir haben den ganzen Tag über viele unterstützende und tröstende Anrufe erhalten“, erzählt Kathrin Sobek. Trotz des Dramas will die Familie ihr Hobby nicht aufgeben. „Wir werden wieder einen Stall bauen, nur etwas weiter weg vom Haus“, so Dagmar Zegar.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen