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Fürstenwalde : Frischekur für geborgene Boje

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

2,4 Tonnen schwer ist die Boje, die vom Meeresgrund der Ostsee geborgen wurde

svz.de von
erstellt am 22.Jul.2017 | 08:00 Uhr

Nachdem die Ex-Gaselaner Klaus Rattemeyer, Hans Panten, Siegfried Rolle und Lothar Hohenstein mit der Boje am Kreisel ein neues Wahrzeichen für das brandenburgische Fürstenwalde gesetzt haben, sind die umtriebigen Rentner schon wieder in Sachen historische Seezeichen aktiv.

2,4 Tonnen schwer ist die Boje, die vom Meeresgrund der Ostsee nordöstlich von Sassnitz vom Mehrzweckschiff „Arkonia“ geborgen wurde. Wahrscheinlich wurde das schwimmende Seezeichen durch eine Kollision versenkt. Das Typenschild an der völlig verrosteten, gasbetriebenen Flach-Wasser-Tonne, die viele Jahre ihren Dienst in der Ostsee tat, weist darauf hin, dass sie – wie Tausende weitere –1953 im früheren VEB Gaselan Fürstenwalde produziert wurde. Das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Stralsund, von dem schon die große Boje am Fürstenwalder Kreisel ursprünglich stammt, hat auch das neue Fundstück den Hobby-Historikern als Leihgabe angeboten. „Sie wissen, dass das Stück bei uns in guten Händen ist“, sagt Klaus Rattemeyer.

Der 76-Jährige koordinierte persönlich den Transport von Stralsund nach Fürstenwalde. Dort übernahm Hans Panten. Der Stahlkoloss wurde bei der Firma Reuther – ein Nachfolgebetrieb des ehemaligen Gaselan – abgeladen. In der riesigen Produktionshalle, in der heutzutage Windtürme und Poolräder gefertigt werden, bekam die Tonne eine Schönheitskur. „Das wuchtige Teil wurde gestrahlt und mit einem neuen Anstrich versehen“, erzählt Hans Panten.

Auch für den Transport des tonnenschweren Seezeichens wurde Unterstützung gebraucht. Aufladen ging durch den Industriekran von Reuther problemlos, aber die Entladung im Hafen des Wasser-und Schifffahrtsamtes an den Mühlenbrücken in Fürstenwalde, wo das Teil von Azubis saniert werden soll, gestaltete sich wegen des Gewichtes fast aussichtslos. Kurzerhand sprang der Kranservice Jäcke ein und hievte den Stahlkoloss ans Ufer. Über den Standort der sanierten Boje wird noch diskutiert.

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