Mehr Vorsorge in Unternehmen : Firmen fördern Mitarbeiter-Gesundheit

Auch Besuche im Fitnessstudio werden bezahlt.
Auch Besuche im Fitnessstudio werden bezahlt.

Ein Kurs für gesunde Ernährung oder ein Rückenscreening: Was steckt dahinter?

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25. November 2019, 05:00 Uhr

Gesundheitsförderung ihrer Mitarbeiter liegt Betrieben und Unternehmen in Brandenburg zunehmend am Herzen. Entsprechend hoch ist die Nachfrage bei Vermittlern von Sport- und Gesundheitskursen. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Viele Unternehmen in Brandenburg kümmern sich heute intensiv darum, dass ihre Beschäftigten gesund bleiben. Das ist gut für die Motivation der Mitarbeiter und für das Betriebsklima“, sagt der Geschäftsführer der Unternehmerverbände Berlin-Brandenburg, Alexander Schirp. Zudem seien hohe Fehlzeiten für Arbeitgeber kostspielig. „Firmen können es sich angesichts zunehmender Fachkräfte-Engpässe nicht leisten, auf Personal zu verzichten oder Beschäftigte vorzeitig in den Ruhestand zu schicken“, betont Schirp. Deshalb achte man verstärkt auf die Arbeitsbedingungen. Das Spektrum beim betrieblichen Gesundheitsmanagement sei breit. Es gehe um mehr Bewegung, um gesündere Ernährung und auch um Entspannung.

Auch der Hotel- und Gaststättenverband im Land bietet seinen Mitgliedern regelmäßig Seminare zum Gesundheitsmanagement. „Das Thema ist im Kommen“, sagt Hauptgeschäftsführer Olaf Lücke. Die Betriebe wüssten, dass sie etwas für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter tun müssten - schon allein vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels in der Branche. So würden Besuche im Fitnessstudio finanziert und Maßnahmen für eine „Work-Life-Balance“ gefördert.

Im Land gibt es laut der Berlin-Brandenburg zum Beispiel das Netzwerk Gesundheitskompetenz für kleinere und mittlere Unternehmen Gesundheitskompetenz. Es wird von der Krankenkasse AOK, dem Deutschen Gewerkschaftsbund dem Verband organisiert. Gut 100 Unternehmen arbeiten mit, um bei dem Thema auf der Höhe der Zeit zu bleiben. Geschätzt komme für jeden Euro, der im betriebliches Gesundheitsmanagement investiert werde, drei Euro zurück. Das seien sinkenden Kosten und eine steigende Produktivität durch zufriedenere Mitarbeiter.

Dass märkische Firmen immer öfter bereit sind, etwas für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu tun, beobachtet auch Christian Fromm. Er ist über den DGB Koordinator für Betriebs- und Personalräte bei der AOK Nordost. Durch Fragebögen könne bei den Mitarbeitern schnell ermittelt werden, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen .„Häufigste Krankschreibungsursachen sind psychische sowie Muskel- und Skeletterkrankungen“, sagt er. Entsprechende Kurse würden dann vermittelt.

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