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Babelsberg auf Erfolgsspur : Filmstandort mit bombastischem Jahr

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

US-Serie „Homeland“ war ein Prestigeprojekt − die nächsten sind in Planung

svz.de von
erstellt am 05.Feb.2016 | 12:00 Uhr

Der Filmstandort Berlin-Brandenburg hat nach Angaben des Medienboards ein „bombastisches“ Jahr hinter sich. An 4700 Tagen sei im Vorjahr in der Region gedreht worden – „was zeitweise zu komplett ausgebuchten Studios und Filmcrews führte“. Das sei ein Rekord. 25,6 Millionen Euro flossen in die Filmförderung.

Ein Highlight: Die fünfte Staffel der US-Serie „Homeland“ wurde fast sechs Monate lang in der Hauptstadtregion gedreht. Es entstanden auch die noch unveröffentlichte Bestseller-Verfilmung „Tschick“ von Fatih Akin, der Film „Bibi & Tina 3“ und „Axolotl Blockbuster“ nach dem Roman von Helene Hegemann.

„Der Filmstandort gehört zu den international beliebtesten Drehorten für Filme und Serien“, teilte das Medienboard mit. Davon profitiere die regionale Wirtschaft. Allein die Produktion von Spielfilmen und Serien bringe Unternehmen der Region sechsmal soviel ein wie die Projekte an Filmförderung bekommen hätten, wie Zahlen der Landesbank zeigten.

Was folgt 2016? Im Kino läuft „Das Tagebuch der Anne Frank“ an, das auf der Berlinale Premiere haben soll, und der Film „Cro – Don’t Believe The Hype“ über den Rapper mit der Panda-Maske. Im Vorjahr hätten 33,9 Millionen Besucher deutsche Filme gesehen, teilte das Medienboard mit. Vorn lag „Fack Ju Göhte 2“ mit mehr als 7,5 Millionen Besuchern.

2016 will die Fördergesellschaft Florian Henckel von Donnersmarcks „Werk ohne Autor“ unterstützen, in dem ein junger Künstler seine Erlebnisse aus den NS- und SED-Diktaturen verarbeiten soll. Geld gibt es auch für die Gaunerkomödie „Vier gegen die Bank“ von Regisseur Wolfgang Petersen, der unter anderen Til Schweiger, Matthias Schweighöfer und Michael „Bully“ Herbig vor die Kamera holt.

Das Medienboard ist eine Fördergesellschaft der Länder Berlin und Brandenburg. Im Vorjahr unterstützte sie zum Beispiel die Produktion des Agenten-Thrillers „Bridge of Spies“ von Steven Spielberg. Der Film wurde vom Studio Babelsberg koproduziert und ist für die Oscar-Verleihung Ende Februar sechsmal nominiert.

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